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Zum Schlüsse dieses Theils mag nachfolgende Tabelledie Arten der Geschütze, der Kaliber, Länge, Schwere ver-schiedener europäischer Artillerien noch an die Hand geben.Im Allgemeinen geht daraus hervor, daß alle Artilleriensich einander viel mehr als in den frühern Perioden ge-nähert haben, eine größere Einfachheit der verschiedenenKaliber überall eingeführt ist; nur die englische Artilleriehat noch zweierlei 6- und 12pfünder. Andere Abwei-chungen sind noch verschiedene Ladungen zu Kugel- undKartärschschüssen. Die östreichische und preußische Artille-rie allein haben verschiedene Ladungen bei den Haubitzen.Die Anzahl der kleinen Kartätschkugeln ist bei der preußi-schen Artillerie am größten; die wenigsten Kartätschkugelnin einer Büchse führen die Engländer.
Als Frankreich unter Napoleon Eroberungskriegeführte, vertauschte es die bis dahin üblich gewesenen 4- und8 pfünder-Kanonen gegen 6 Pfänder.
Die Menge der nach und nach eroberten Geschützedieses Kalibers, die Schwierigkeit 8- und 4pfündige Eisen-Munition den in weiter Entfernung befindlichen Armeenaus eigenem Lande zuzuführen, der Vortheil, die erobertefeindliche Munition auf der Stelle benutzen zu können,veranlaßte wahrscheinlich Napoleon zu diesen Veränderun-gen der Kaliber.