Ötese Bewegungen verursachten, dafs der König alle einzelne Corps, welche lnOhtrsch'lesien cantonnirten, in der Eile züsammenzog, Ihre Vereinigung mit den zuihrer Verstärkung'herbeig'ezogenen konnte erst den 5ten April bei Steinau geschehen,während der Graf von N tuperg mit seiner Armee schon am nämlichen Tage heiNeifse clUgetrofTen war, "stwdafs er zwei Märsche Vor dem König von Preufsen voraus‘hatte-, uiuPhdi ihm vorher War, ohne dafs ihn der König angreilen konnte, weil seineArmee noch nicht vereiniget war. Da der Oestreicliische Generäl seine Vortheile ver-folgen wollte’, eilte er Brieg zu erreichen; die Blokade dieser Stadt aufzuheben, undgfcrade auf Oldau loszugelieii, um sich sowohl dieser Stadt, als der schweren Artilleriewelche die Preussen’darin hatten, zu bemeistern. Allein der König vereitelte dieseMaafsregeln durch se’inp schnellen Bewegungen. Er mufste die Neisse passiren, ohneemen Ort zu hallen, der rinn den Uebergang versicherte. Die Oestreicher waren auf^ er Brücke bei Neifse über den Flufs gegangen, und standen bereits auf dem linkenUfer derselben. Demohngeaclitet versuchte der König bei Sorge den Uebergang, undSchlug ohngefähr vier Meilen Von Neisse eine Brücke. Als er aber eben im Begriffwar überzugehen, fand er 49 feindliche Eskadronen und 2 Husären-Regimenter vorSich, hinter denen sich in einer kleinen Entfernung die ganze Oestreicliische Armeebefand. Diese Gegenanstalten des Feindes waren zu gefährlich, und der König sahsich gen-öthiget den Flufs hinunter, bis gegenüber Michelau und Löwen zu jnarschiren,Und erst den gten über denselben zu gehen. Er hörte daselbst, dafs die Oestreicherhei Grottkau angelangt seyen. Hieraus schlofs der König, dafs sie den andern Tagria di Brieg marschiren, oder Wenigstens sehr nahe da vorbei kommen würden, wennSie im Sinne hätten Ohlau anzugreifen. Er beschleunigte deshalb seinen Marsch der-S es talt, dafs er den loten Mittags beyrn Dorfe Pampiz, Mollwitz gegenüber, ankam,We lches letztere schon von den Oestreichern besetzt war, und von wo aus ihre Armeeen Marsch nach Ohlau fortsetzen wollte. Der König liefs hier seine Armee aufmär-• ren Ur >d plötzlich die feindliche Armee angreifen, weh he sich mit vieler Mühei’ J ?/ er ,^ etT1 lebhaften teanonenfeuer der Preufsen formiren hnufste. In dein Treffen,^ l£ s bis zu Anbruch der Nacht dauerte, föchten die Öeslreicher sehr tapfer, und^en erst beim letzten Angriff der Preufsischen Infanterie unter dem Grafen Schwe-
ln ^ n °rdnur:g. Die Nacht kam ihnen so schnell auf den Hals, dafs es ihnen un-ttiÖBlici, . 0 • t ...
_ war, sich wieder zu sammeln; sie zogen sich nach Grottkau und von da nach
z h r ück. Man rechnet den Verlust der Oestreicher ohngefähr gegen 4000 und' auch. ^ e * ts S e S en 2000 Mann. Da die Preufsen das Schlachtfeld behaupteten,
ihnen . Stan< ^ e waren, sogleich die Belagerung von Briög zu unternehmen, konntetmnand jjj ire dieses Tages absprechen.
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