zweckmäfsigere Form gab, und ihre Fa$en von ihnen trennte: um eine Art vonContregarde zu bekommen, die noch vortlieilhafter seyu würde, wenn sie lang genugwäre, die hintere Fa^e zu decken, wie Fig 2. Tab. II. Dieses von innen w r ie von aufsenbestrichene Werk würde dann einen vorzüglichen Widerstand leisten können.
Der Hauptwall bildet eine besondere Einfassung, wie in Neu-Breisach, doch ohneBollwerksthürme, die hier überflüssig seyn würden. Dem Ravelin sowohl als demReduit giebt er noch mehr Umfang als Cormontaigne; jedüch dabei nocheine beponejere Vertheidung, die ebenfalls Montrozard nacligeahmet, aber in einigenStücken vortheilhaft verändert ist. Sie bestehet in zwei, die Fa^en rechtwinklich be-streichenden Zangen: und sowohl die Fa<;en der letzteren, als des R.avelins selbst, habenbesondere, zur Grabenbestreicbung bestimmte, und um die ganze Breite des Walles zu-rückgezogene Tlieile. Diese Art Flanken, die Herr von Cormontaigne für soseltsam hält, und blos der Neuerungssucht zuschreibt, hat schon Spekle 1599. Siesind nachher 16.53 von dem Grafen Pagan aüfgenommenworden, und daher weder neunoch besonders. Em The'l der Fa^e kann dadurch vermittelst einer Brustwehr abge-schnitten werden, und sich selbst nach Eroberung des Werkes noch vertheidigen, wieman bei r r Fig. 2. Tab. II. siebet. Man hat dadurch eine niedere Flanke mehr Q,und Herr Belidor hat den Zwischenraum des 'Ravelins und der Zangen mit zweikleinen Werken 14 ausgefüilt, welche die. nebenliegenden Werke von innen sehn undbestreichen. Es fehlt bei dieser sehr verständigen Anlage der Aufsenwerke nur nocheine Contregarde, mit zum Theil zurückgezogenen Fagen, welche den auspringendenWinkel des Bollwerkes deckt, und sich mit den beiden Zangen zur Rechten und Fin-ken verbindet, damit hier kein Punkt ist, der nicht durch die Zangen oder durch dieContregarde geschützt wäre. Man siebet diese hier vorgeschlagene Contregarde Fig. 2.;dadurch wird die innere Fronte vollkommen von der äufserri gedeckt, und alle Tlieilebestreichen einander rechtwinklich. Dies giebt eine ganz andere Widerstandsfähigkeit,als blofse Raveline und Contregarden, durch deren Zwischenräume der Belagerer,zu-gleich den Hauptwall einschiefsen kann. Man mufs in der Tliat erstaunen, wenn einMann wie Herr von Cormontaigne noch behauptet, eine solche Befestigungsartsey schwächer als die von ihm zu Metz ausgeführte Fig. 3. Tab. I. Man vergleichesie gegen einander, und die Ueberlegenheit der Belidorschen wird in die Augenspringen.
Angrifsentwü rfe gegen die Befestigungsart Belidor'« und Cotmontaigne'i,
Um beiden Befestigungsarten einen gleichen Grad von Stärke zu verschaffen, nehmenwir beide als Achtecke, und durch vorgelegte Brillen verstärkt an. Wir beginnen zu-gleich unse'rn Angriff mit der ersten Parallele, 250 ‘Toisen von dem bedeckten Wege