in Urnen -befindlichen Geschützes erschweren: hindert ja nichts, ihnen die von mir vor-geschlagene oder eine .ähnliche Einrichtung zu geben, und sich dadurch dieselben Vor-theile zu verschaffen. Wirklich hat man auch späterhin angefangen, zuerst in Cherbourg,Kasematten zu bauen, von denen weiter unten die Rede seyn wird. Eben so wenig.darf man für die Dauer solcher hölzernen Blockhäuser von der Erschütterung fürchten.Die obere Brustwehr bei dem eben erwähnten Versuche auf der Insel Aix war frisch•von sandigem Rasen aufgelührt, und man hatte vermuthet, dafs dieser sich los treu?neu und herunterfallen würde. Dies geschähe jedoch keineswegts , -und die Erschütte-rung bei dem gleichzeitigen Abfeuern aller Geschütze durch Geschwindröhrchen Warselbst geringer, als bei dein einzelnen Schiefsen. Die Ursache ist leicht zu finden. JedeKanone hatte ihre besondere Verriegelung, deren Erschütterung durch nichts begegnetward, sobald die Geschütze .einzeln .feuerten; so hoben Stofs und Gegenstofs einanderwechselseitig auf, und waren dadurch weniger bemerklich.*)
Man findet auf Tab. VI. alle Maafse und die ganze innere Einrichtung der vorge-schlagenen gewölbten Caponiere, im Grund- und Aufrifs und im Durchschnitt vorge-stelles. Sie ist in der Flanke von a nach b (Fig. I. Tab. VI.) 35 Toisen lang, 21 Toi«sen von a nach d breit, hat 54 \ Toise zur Capitale, und 37 FufsHöhe bis auf denKamm der Brustwehr. Dieses starke Werk ist als zwei .zusammengerückte Flankenanzusehn, durch - ein Gewölbe vereint, das einen sehr hohen Gang bildet, und zur Ver-bindung beider dienet. Bedarf man nur einer Eianke: wird blos die Hälfte diesesWerkes der Länge nach angewendet, das man, nach der Höhe der Wälle und nach derBreite der Gräben, schmäler oder niedriger macht. Nichts .ist hier unveränderlich be-stimmt: die Mauerstärken,-die Höhen, die Gestalt der Schiefslocher, .alles ist-nur imAllgemeinen angedeutet, um ihre Stelle bemerklich :zu machen. Man siehet hier jedeBatterie und jeden Schützenstand. Auf jeder Flanke stehen der 'Lange nach- 12 Ge-■Wölbebögen, von 20 Fufs im Lichten, und 25 Fufs Höhe unter .dem Schlufssteine. Dergrofse Verbindungsgang zwischen beiden ist 24 Fufs breit und 40 Fufs hoch. Derbedeutenden Höl-.e der Kanonengewölbe ungeachtet, hat jedes eine Oeffnung von 8Bufs Breite und gf Fufs Länge, oder 76 Quadratfufs: aufserdem ist jedem GewölbeS p genüber, in dem hohen Mittelgange, oben eine OefFiiuüg von 8 Fufs ins Gevierte an-Stbraclit. Das grofse Gewölbe hat demnach zu Abführung des Rauches für jeden
) Auch die späteren, in Neu-Breisach, in Alexandrien, Dresden, Cüstrin, Spandau n. a. O. angestell-ten Versuche heben ein gleich günstiges .Resultat in Rücksicht des Rauches gegeben. Nur in denKasematten engeT, zurückgezogener Flanken blieb er indem Graben vor letzterem liegen, erschwertedas Richten' des Geschützes, und -ward nach jedem .Schüsse durch die Schiefsscharten hereingetrieben, > /
Anmerkung des Uebersetzer«.
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