Buch 
Die Verteidigung stärker als der Angriff, oder Die Befestigung mit rechtwinklicher Bestreichung / Marc René Montalembert ; aus dem Französischen von J.G. von Hoyer
Entstehung
Seite
189
JPEG-Download
 

i89

zu zeigen, so wie das 'Innere des Gewölbes 4» das rechts ünd links nach den beiden.Flanken führet, und auf die ^Zugbrücke 5 über den trocknen'Graben herausgehet. Derhier unterbrochene Durchschnitt fängt am andern Ende der Brücke' wieder an 6 , undendiget im innern Raume des Reduits der Lünette.

Man siehet in Fig. 6. die Maafse der Verbindungsgallerie, zwischen der grofsenUnd der Deinen Flanke des. iHau.ptwalles, zur Vertheidigung der innern Gräben; nichtminder die innere-Ansicht-der überwölbten Einfassungsmauer, die an den Steilen, wosie Geschütz gegen die Breschbatterieen aufnehmen soll, hinter jenem, zu Erleichterungder Bedienung, offen ist. _. .

Aus dem Durchschnitt der Cousvrefa$e Fig. 7. und 8. gehet hervor, dafs es hierdem Feinde durchaus an Raum fehlet, Breschbatterieen gegen die Flanken des Haupt-walles zu errichten j -während -die erforderliche schräge Richtung' der Scharten es un-möglich macht, die Brustwehr von Faschinen und'Erde auizuführen. . Kann aber dieBreschbatterie nicht erbauet werden: fallt die Oeffnung des Hauptwalles von Selbstenweg, und das erhöhete Widerstandsvermögen dieser Befestigungsart ist als erwiesenanzusehen. . •’

Fig. 9. zeigt den Querschnitt des Thores und des bedeckten Verbindungsgangesüber den' fTnuptgraben,' dessen Grundrifs sich Fig. 2, Tab. XI, vergrößert findet. DieHälfte desselben giebt cfie Beschaffenheit der Grundmauern, die ändere Hälfte aber denDurchschnitt auf der Sohle der kasematfirten Flanken und des Tliores. Der hier so-genannte bedeckte Verbinffürigsgang wird durch die Mauern cd gebildet, undist — obgleich oben offen' — gegen alles Feuer geschützt. Die Mauern müssen was-serdicht aufgeführet, und aufserlich, rechts und links, bis auf die'Wasserfläche als eineBrustwehr abgescliräget werden. Man kann den Gang, vermittelst der Stellfalle, 3. ausden beiden Wasserleitungen 1 und 2 nach Willkühr mit WaSSer anfüllen, oder auchtrocken halten, zu welchem Ende die Leitungen noch besonders mit Schutzfallen 4und 5 versehen sind. Der Gang gewähret cfer Besatzung den Vortheil einer sichern,nicht zu unterbrechenden Verbindung mit aileri äüfseten Werken, ‘wie sie in keinerFestung mit'nassen Gräben vorhanden ist.' Er wird beständig, und so lange voll Was-ser gehalten, bis das feindliche Feuer äen Weg über die Brücke zu gefährlich machet,oder die letztere zerstöret hat. Nach verschlossenen Stellfallen, wird nuü das Wasserzwischen den Mauern heraus geschöpft, und dadurch die Gemeinschaft mit den Aufsen-werken hergestellt. Mufs man endlich diese“verlassen: tritt das Wasser durch Aufzie-liung' der Schutzbretter wieder in den Gang, und er wird eben so unzugänglich, wieder Graben selbst. Der wesentliche Nutzen dieser neuen Einrichtung ist zu auffallend,als dafs es nötliig iväre, noch etwas darüber hinzu zu fügen.