Bollwerken entsprechenden Zahlen bedienen, um ein richtiges Verhältnis» zu bekommen.Immer mit Rücksicht auf die dazu gegebenen Vorschriften, und auf die aufserordentlichenHindernisse, welche mehr oder weniger dazu beitragen können, den Gang des Angriffes auf-euhalten.“
„Die Berechnung der Bedürfnisse mufs mit Berücksichtigung der Dauer des Wider-standes, und der dazu anzuwendenden Anzahl Menschen, geschehen. Ist von einem Viereckdie Rede, dessen Seiten nur 120 Toisen haben: könnte man die Besatzung bis auf 130 JVlomnhorabsetzen u. s. w.
.„Dies ist jedoch nicht als.eine wörtlich zu befolgende. Vorschrift. anzusehen, sondern hlos alseine allgemeine Anzeige der erforderlichen Dinge, um sie nach Yerhiillnifs ihrer Starke, unddes Widerstandes den sie leisten können, auszurüsten.“
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8a) „Nicht die Zahl der Fronten oder Bolhverke; sondern dis angreifbaren Tlieileeines Umrisses und die Breite ihrer Fronten oder Pölygonseiten eines Theils, so wiedie wahrscheinliche Dauer der Belagerung, sind es,'welche die Stärke der Besatzungund die Menge der anzuschaffenden Munition bestimmen müssen. Was ist wohl natür-licher uind nothwendiger, als zu Vertheidigung eines grbfteten Raumes auch verhältnifs-inäfsig mehr Leute aufzustellenf^is.) Nun verhält sich eiire Pölygohseite von igo Toisen*U einer andern von 306 Toisen, wie 3 : ß^. Werden daher nach Vaubans Vorschrift8640 Mann zu Vertheidigung einer I&o Toisen grofsen Fronte des Zwölfeckes erfor-fjert, das rings herum zugänglich' ist:‘sind 4700 Mann täglich für eine Frönte von 306Toisen nöthig, die einer andern, eben so grofsen, angreifbaren Festung angehört. An*statt der 7920 Mann, welche Vauban für eine Festung von il Bollwerken fordert,bedarf der Marquis vötv Montal embert für sein Siebeneck über 14000 Mann': weilbekanntlich in jeder belagerten Festung dieuägliche Wacht \ der ganzen Besatzung istiEr würde demnach dahin kommen, für sein Siebeneck 85 pro Cent mehr Besatzungund Kriegsbedürfnisse zu gebrauchen, anstatt gegen das Zwölfeck eine Ersparnifs von4 $ pro Cent zu haben.“
83) „Dieser Beweis scheint wohl jeden andern aufzuwiegen,'und tliut gerade JasGegentheil von dem dar, was er eigentlich^erweisen soll. Er macht jedocli die Verir-rungen deutlich, in. die man fällt, wenn man Vorschriften in einer Kunst geben will,deren Grundlinien man nicht kennt. Es ist eben so sehr einer richtigen Wirtschaft♦m&cß 613 » eine .Festung, weit über ihr eigentliches Bedürfnifs mit Menschen und Kriegs-bedürfnissen zu versehen, als es dem wahren Vörtheile des Staats nachtheilig ist,’ ihrÄur die Hälfte jenes'Bedürfnisses zu geben. Jene gefährlichen Abschweifungen sindleicht zu vermeiden, wenn man, . nebst Vaubans nützlichen Tafeln» die ElementeJcennt, und .anzuwenden verstehet, auf denen sie benähen.“
84) „Derselbe grefse Fehler ward 1743 m Hinsicht der Festungen Landau, Saar-IsPuis etc, gemacht, deren Belagerungen de* Hof damals für möglich hielt. Die Regie-