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Die Verteidigung stärker als der Angriff, oder Die Befestigung mit rechtwinklicher Bestreichung / Marc René Montalembert ; aus dem Französischen von J.G. von Hoyer
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Der Behauptung, dafs die Starke'und der Muth der Besatzung beider Verglei-chung verschiedener Festungswerke nicht in Betracht kommen, (Einleitung 142, 143.)Jctfnn ich unmöglich beisammen. Es war hei meinen neuen Entwürfen immer meinHauptzweck, mit einer geringem Besatzung dem Feinde einen viel stärkeren Wider-stand .entgegen zu setzen. Ich suchte jener deshalb sichere Zulluchtsörter zu verschaf-fen, welche der gröfsten Wirkung gegen die Angriffsarbeiten fähig wären, ohne dieYt;rtheidig un S sin ihel blos zu stellen, Vauban heifst: „nichts ungedeckt, oder mit Ge-walt unternehmen,- was -man durch Arbeiten ausführen kann, und deshalb anstatt desgewaltsamen Angriffs die Laufgrabenkatzen und den Scjilepderschufs zur Einnahmedes bedeckten Weges gebrauchen. Denselben Grundsatz foll man auch in Hinsichtder Aufsenwerke, und selbst des Hauptwalles beobachten; denn Uebereilung be-schleuniget nie die Eroberung der Festungen, sie verzögert sie nicht«eiten, und macht sie immer blutig,“

Die Stärke der für eine Festung nötigen Besatzung ist demnach bei ihrer Beur-.theilung allerdings zu berücksichtigen? und man scheint diesen Grundsatz ganz aus deuAugen verlohren zu haben, da man die Aufsenwerke vor den schwächsten Punktendes Umrisses mit Bollwerken vermehrte. Man hätte lieber, auf Mittel denken sollen,den Hauptwall selbst zu verstärken, und seine Verteidiger. zu schützen,’ damit diegeringere Zahl derselben der Uebermacht des Belagerers widerstehenkann. Jener Schutz für die Vertheidiger wird um so wichtiger, als man dadurch inder Wahl derselben weniger beengt ist. Sobald der Widerstand der Festung vorzüg-lich von einem häufigen .Gebrauche des Geschützes in gewölbten Ständen abhängt;kann man Neugeworbene, Wiedergenesene,• und selbst Bürger, ohne Unterschied dazuanwenden. Einige sichere Leute auf jedem Geschützstande genügen zur Unterhaltungdes heftigsten Feuers, und es bedarf blos einer schwachen Besatzung in einer Festung,die eine sehr grofse Geschützmenge zu ihrer Verteidigung anwenden kann. Ein Um-stand, den ich bei allen meinen Entwürfen nie aus dem Gesicht verlohr! Jene gewölb-ten Geschützstände dienen zugleich zur sichern Unterbringung der Soldaten und allerihrer Bedürfnisse, zu welchem Behuf man bei den gewöhnlichen Festungen besonderebombenfeste Kasernen und Magazine erbauen mufs. Die Kosten für letztere sind beieinem Sechseck auf 2930750 Livres berechnet worden: sie müssen daher für einZwölfeck auf 5 Millionen steigen, und notwendig mit in Anschlag gebracht werden^sobald von der Vergleichung der verschiednen Umrisse die Rede ist, und der Werth dersel-ben vermittelst ihrer Widerstandsfähigkeit dividiret durch die Baukostengefunden werden soll. Richtiger sollte man unter jeder Bedingung die Festung für

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