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tosten der Futtermauern, von dem Augenblicke .an, "Wö ihre Ausbesserung nöthig wird,bis zu ihrem gänzlichen Einsturz, allerdings in Anschlag bringen. Wie scfywjev ist esnicht,' dazu hinreichende^ baare Mittel zu erhalten! Man lasse hier das Beispiel, allerFestungen sprechen, die durch das Unvermögen des Staates, jenem Bedürfnisse zu ge-nügen, in Trümmern zusammen fallen; man bringe daher überall, wo Futtermauernnicht durchaus unentbehrlich sind, nur Erdwälle an. Die Ausbesserung ihrer Bö.schun»gen ist eine so geringfügige Sache, dafs man sie leicht von Jahr ; zu. Jahr, durch dieGemeinheiten, Stadträthe oder Beamten bewirken lassen kann, und, Jcejne besondernFonds dazu auswerfen- darf *)i Die auf diese Weise gebauefcen Holländischen Festun-gen werden mit sehr wenig Kosten unterhalten, und haben immer das Ansehen» alsob sie eben fertig geworden wären.
Was wird aber aus allen diesen Festungen, die blos von ihren Wällen verteidi-get werden können, jenem furchtbaren Geschütz gegenüber, d^s heut zu Tage mit soviel Kunst bedienet wird ? Ein Monat, ja oft weniger als drei Wochen reichen hin,eine Festung und mit ihr die ganze Provinz zu verlieren, die sie decken sollte! JederKrieg stelle uns häufige Beispiele davon auf, und selbst der Marschall Vauban hatdurch die That bewiesen, um wieviel seine Angriffsweise seiner Verteidigung über-legen war. Die Verbesserung der letztem hat er seinen Nachkommen überlassen; al-lein sie kann nur unter der Bedingung statt finden: dafs,sie erstens nicht teurer zustehen kömmt, und dafs sie zweitens keine , stärkere Besatzung ; erheischet, als die älterenBefestigungsarten. Hier liegt eben die gröfste Schwierigkeit! Man sichet leicht, dafsman auch den schlechtesten Ort bedeutend verstärket, .wenn man »hui eine drei- oder -^ vierfache Umwallung giebt, wenn man seine Besatzung von acht- auf zehntausend Mannerhöhet. Ein mutvolles Heer wird auch hinter dem schwächsten Walle unbesiegbarseyn. Kann man aber wohl auserlesene Armeen zur Verteidigung jeder Festung be-stimmen? Darf man immer Millionen auf die Vermehrung ihrer Umwallungen wen-den? Nein; es kommt blos darauf an, den Aufwand und die Besatzung zu vermin-dern, während man die Stärke der Festung erhöhet. Dies war das Ziel, welches ichmir bei meinen Arbeiten vorsteckte!
Man sagt von zwei kriegführenden Mächten, dafs die Recht behält, welche denletzten Thaler übrig hat; so das Verhältnifs des Belagerers und des Belagerten! Auch
hier
*) Die» ist nur in sehr gutem Boden wahr, wo die Böschungen gut stehen and völlig berasen. InSand- und Moorgegenden hingegen wird sieh hei hohen Böschungen die angeplackte Erde immervon Zeit z\t Zeit lostrennen. Jedoch auch hier werden die Unterhaltungskosten dem lange nichtgleidhkoinmcn, was nach etwa 1 00 Jahren die Ausbesserung der lütcermaueru kostet.
Anin. d. Uebcrsetz. ,