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Die Verteidigung stärker als der Angriff, oder Die Befestigung mit rechtwinklicher Bestreichung / Marc René Montalembert ; aus dem Französischen von J.G. von Hoyer
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88
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Bestreben, die klare Wahrheit selbst zweifelhaft zu 3röSch.en» Bei» '.d£n gegenwärtigen.Entwürfen ,babe.]Hjfa,fiditv von ihnen ?e enge •-bi^li-ramfen• Gfrcnztml 4 er V.ertheicUgtmgg^hr weit ausgiedelinet. : Man wird .daher ;olaj& Zweifel den -ladbl damit, anfangem, di®vielen Scbiefsscharten dieser -netten ■ Befestigujj-gsart aufzazahlen-) und über die für sieerforderliche Geschützzahl ein grofes Geschrei 'zu erheben, weil man es lür eine uner-Iafsliche Noth^rendigkeit ansiehet, sQ,.viele:Kanoaen als' Scliiefsscharten zu haben. Al-lein diese Voraussetzung ist durchaus irrig. -i

J Ich habe.blas deshalb, diese Mfctoge SchfeijäSdtarten im ganzen Umkreise meinerBefestigung .angebracht, um jenen Lieblingsgruüdsatz .-zu entkräften, dafs der An-griff n oth wendig der Ver th ei digu hg überlegen s’eyn rnufs, weil mandabei sein Geschütz willkürlich auf dem ganzen Umfange des Kreisesaufstellen kann, dessen Mittelpunkt die Festung ist, wahrend die Stel-lung des Vextheidigungsgeschützes .unveränderlich bestimmt ist. Diespafst nur allein auf den Umxifs mit -Bollwerken,. keinesweges aber auf meine Entwürfe,wo sich im ganzen Umfange auf allen gleich voriheilhaften Stellen Schiefsscharten be-finden, und wo daher die Geschützstellungen hlos durch die Kindlichen in der zwei-ten Parallele bestimmt werden. Diesen darf der Belagerte nur jedesmal eine vier-,sechs- oder achtmal grü-rserje Anzahl Kanonen entgegen setzen, was ihm durch ^jie über-all-angebrachten Schiefsschartem leicht -wird. Es ist- übrigenskein Grund da,- in derzweiten Parallele Batterien anzulegen, weil der Schleudexschufs gegen eine so gebaueteFestung ohne Wirkung ist. > -

Was die Breschbatterie auf dem Kämme [des Glacis anbetrifft, können gegen die23 Kanone» derselben. 1-96,. auf 40 bis HO Schritt Entfernung, ln Tliätigkeit gesetztWerden,_die unbezweifelt keine einzige Lafiete iinzertrümmert lassen. Schon ein Vier-theil'davon wäre hinreichend, in weniger als einer halben Stunde alle unbrauchbarzu machen. Es bleibt demnach für den Belagerer kein Angriffs mittel übrig, dem dieVertheidigung nicht entschieden überlegen wäre. Wie darf er auf Erfolge rechnen,da es ihm unmöglich ist, sein .Geschütz vor einer solchen iestung zu erhalten, undda er sie Vergehens mit Bpmh.en überschüttet. Die Besatzung und die Bürger,^ jenein ihren Kasematten, und diese in ihren gewölbten Wohnungen völlig sicher,, würdenNichts davon empfipden, ; ~

Kann man wohl die Vortheile verkennen, welche eine solche Befestigungsweisedarbietet; kann man wohl über den Werth ihrer Vertheidigungsmittel noch im Zwei-fel seyn ? ,-Durch sie wir$, die „Vevtheidigun.g de m Angriffe völlig überle-ben; während bei der bisher üblichen Befestigungsart das Gegentheii statt fand, so dafseine Festung mit Bollwerken den Grenzen durchaus keine Sicherheit versprechenkonnte, wie di® Erfahrung^ von mehr als zwei Jahrhunderten beweist» - . ,,

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