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bei dem Angriffe eines Dreieckes noch weit gröfser ist (fig» 2. Tab. XXI.), Weilhier die Capitalen noch mehr aus einander laufen.
Das Dreieck EFG soll die Allgemeinheit des Entwurfes versinnlichen. Die Oeff-nung des Winkels, welche die verschiedenen Fronten mit einander machen, bestimmtdie Zahl der Seiten des Vielecks. In fig. i. war der Winkel QO°, daher gab er eiaViereck. Fig- '■* ist der Winkel 6o°, und bildet folglich ein Dreieck, das man abef’fürein Sechseck, so wie jenes für ein x^chteck nehmen kann, ohne dafs es Einflufs aufden Umrifs oder auf seine, ihm eigenthümliche Vertlieidigung hat.
Die eingehenden Winkel der kasemattirten Umfangsmauer sind abgerundet, unddurch kleine Thürme vertheidiget,. wie sie oben beschrieben worden sind. Dieses Ver-tlieidigungsmittel tler eingehenden Winkel bietet unendliche Hülfsquellen für dieVer-,theidigung seihst, und grofse Bequemlichkeiten für den innern Dienst dar.
In den Profilen fig. 3. Tab. XXL findet man die genauen Maafse dieser Befestt-gungsart. Das Erste, durch AB, zeiget das Innere der Hauptmauer mit ihren drei Ge-schützlagen und Schützenständen. Vor ihr stehet die niedere Hanke mit zwei Stock-werken, die jedoch die obere Lage der hohen Mauer niclit verdecken dürfen, um ihrFeuer nicht zu hindern» -
Am Fufse der Couvrefaqe stehet die kleine Mauer mit Schiefslöchern, weiche den
trocknen Graben von dem Wassergraben scheidet,_der zwischen den beiden Couvre«
fa§tu liegt. Die vordere Couvreface .wird Fufs von der hinteren .überhöhet, siehat einen breiteren trocknen Graben und eine Mauer mit Schiefslöchern vor sich. Jen-seits des Hauptgrabtns befindet sich die Hohltraverse von zwei Stockwerken u. s. w.Man kann aus diesen Durchschnitten klar erkennen, wie alle einzelne Tlieile dieserBefestigungsart sich gegenseitig decken und unterstützen, und wie stark das Ganze da-durch erscheinet. Besonders gestattet die obere Geschüizlage <J er Hauptmauer keinerfeindlichen Batterie, ihre Angriffsarbeiten zu begünstigen. Mit dieser grofsen Starkevereinet sich die gröfste Sicherheit für die Besatzung und für die Einwohner, die inden drei Stockwerken der Umfassungsmauer ein ruhiges Unterkommen finden.
Diese Gewölbe sollen aber keinesweges die einzigen Gebäude der Stadt sejn, die,wie gewöhnlich, aus Bürgerhäusern bestehe!: obwohl es wünschenswerth wäre, anstattderselben überall runde Thürme, durch kasemattirte Gebäude verbunden, zu haben,die der Besatzung zum letzten Zufluchtsorte dienen können, wenn es den Anstren-gungen des Feindes dennoch gelingen sollte, durch alle die vielen Hindernisse bis indie Festung zu dringen.
Hier findet man denn die Mauern der Alten wieder, der Beschaffenheit der jetztüblichen Geschütze, den Fortschritten und der Heftigkeit des Angriffes gemäfs einge-richtet. Unsere Projektilen treffen die Mauern in gröfserer Entfernung: man mufs sieZweiter Band. N