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Die Verteidigung stärker als der Angriff, oder Die Befestigung mit rechtwinklicher Bestreichung / Marc René Montalembert ; aus dem Französischen von J.G. von Hoyer
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111
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allgemein, aber nicht schwächer zu machen. Das neue Festungswerk, unter dem Na-men der kasemattirten Caponiere (Tab. VI.) verdient deshalb die Aufmerksam-keit der Kunstverständigen; ich darf mich schmeicheln, dafs inan sie gleich stark undihrer grofsen Wirkung gemäfs angeordnet finden wird. Darf man sich, — wie es hierder Fall ist nicht mehr ausbreiten, ohne den vorspringenden Winkel weiter hinauszu schieben, und dadurch längere Streichlinien, folglich auch gröfsere Baukosten zubekommen, mufs man seine Vertlieidigungsmittel so zu sagen in sich selbst zurückziehen. Man beschränkt den möglichen Angriffspunkt auf die vier Ecken, die durchihre eigentümliche Einrichtung sowohl, als durch die kasemattirten Cavaliere nach-drücklich verteidiget sind *). Die Länge der Seiten ac Tab. XIII ist hier nur 50Toisen, cd = 9 Toisen; de = 5 Toisen und ef=i5 Toisen. Die Caponiere hi istnur J8 Toisen in der Capitale lang, die Breite der Katze mr beträgt 19 Toisen, unddas Fort hat nur Einen Hauptgraben, ohne besonderen Mantel und ohne Thurm pin der Kehle.

In Rücksicht der Schildmauem ist zu bemerken, dafs sie aus drei Über einandergesetzten Bögen bestehen, welche den Einsturz der Mauer verhindern, so lange nichtdie Widerlagen aller drei Bögen eingeschossen sind. Es entstehet nur ein blofses Loch,und die dadurch vermehrte Standfestigkeit wieget die nicht sehr bedeutende Erhöhungdes Arbeitslohnes bei weitem auf

Setzt man den Durchschnitt auf 4 Quadrattoisen i / ; so wird der Inhalt des

Mauerwerkes auf jeder Seite 1963 Würfeltoisen 3' 9", oder im Ganzen 7854 Würfel«

„Hier kann,“ nach Greniers Bemerkung, „der Feind eine Breschbatterie im bedeckten Wese. „auf die Verlängerung der Absonderungsgräben des Kavaliers legen, um die kasemattine Mauer„111 öffnen und daun die Kasernen einschiefsen. Verlängern sie die gemachte Oeflnung bis in den„Kavalier, werden sie die Vertheidij»ungsgallerien jenes Grabens der Lange nach bestreichen. An.„dere Geschütze in der Verlängerung dev trocknen Gräben auf den ausspringenden Winkeln wer.„den die grofsen, gewölbten Flanken zerstöhren, die ihren Schüssen blosgestellet sind, ehe sie„einmal die Mäner geöffnet haben.“

„Ist einmal die Kaponiere zum Schweigen gebracht, die kasemattine Mauer geöffnet, und di«„Kaserne^zerstöhret, welches alles durch die Batterien im bedeckten Wege bewirkt wird, kann„der Feind ohne Schwierigkeiten durch die Gräben, am Fufse der Böschung des Kavaliers, da„wo diese Böschung bis auf die Grabensohle herab gehet, eindringen. Nichts hindert ihn, den„Wall zu ersteigen: denn die oberen ganz steinerneu Geschiitzstände der Caponiere werden un«brauchbar geschossen, <he der Feind bis auf das Glacis kommt.“

Diese Einwürfe erleiden jedoch viele Modificationen, und treffen nur die kleineren Forts, diekein Geschütz auf ihren Seiten haben, um durch ein kräftiges Feuer die Anlegung der Bresch-. , batterie zu hindern, oder diese augenblicklich zu zerstöhren, wenn es dem Feinde ja gelingensollte, sie mit grolser Anstrengung zu Stande zu bringen.

' 1 Arimerk. d. Uebers.

**) Es finden sich'an den Stadtmauern von Kölln und mehrerer alten Städte Beispiele dieser sehrvortfieÜfiafttu Bauart»

Jj -’ : Amnerk. d. Uebers.