liehen- ausspringenden Winkei <1 des Walles, das von letzterem durch einen 60 Fufsbreiten Graben geschieden, und zu schmal ist, um die Anlegung einer feindlichen.Batterie zu gestatten. Der Graben ist von dem fürchterlichen Feuer der Capo-nb're bestrichen, und bat zwei .Erdwerke, g und 9, hinter sich, in der Nähe von dendrei gemauerten Reduits, io, 11 und 12, vertlieidiget, von denen das letztere zurück-»gezogene Flanken hat. Die kasemattirte Mauer 13, welche die beiden gewölbten Flan-ken verbindet, hat einen Erdwall 14 hinter sich, der, so wie der hinter ihm befindlicheRaum 15, von den gänzlich abgesonderten Flanken bestrichen, und dadurch jede Fest-setzung des Feindes unmöglich gemacht wird. Gabe es auch Mittel, sich dieser Flan-ken zu bemächtigen, würde es dennoch ein langsames und' kostbares Unternehmenseyn, weil der Feind in den einzelnen Theilen dieser Gewölbe immer neue Hinder-nisse findet. Flat er endlich alle diese Schwierigkeiten besiegt, mufs er noch zweidreieckige Katzen erobern, von gewölbten Mauern mit ihren Caponieren umgehen,die sich zu dem nachdrücklichsten Widerstande eignen. Die Hindernisse, welche dieseKatzen — oder besser, Citadellen — gewähren, erscheinen in der Vereinigung mitallen den vorhergehenden offenbar als durchaus unübersteiglich.
Durch diexi Rücksichten bewogen, habe ich auf der andern Seite hei a die ge-wölbten Flanken allein durch Erdwerke verbunden, deren gegenseitige Lage durch,den Gmndrifs hinreichend versinnlichet wird. Nichts kann undurchdringlicher seyn,als ein auf diese Weise zerschnittener Raum zwischen den beiden grofsen Flanken.Nur, wenn der Feind diese in seiner Gewalt hat, kann er in das Innere der Festungdringen. Dies findet alsdcnn keine grofse Schwierigkeit: weil an die Stelle der.drei-seitigen Citadellen ein einfacher Cavalier gesetzt ist, um mit seinem hohen Geschützdie andern Werke zu beherrschen. Es erscheinet demnach hier kein anderes Mauer-werk als n.othwendig, als die gewölbte Caponiere und ihre beiden Flanken. Fügetman aber noch einen Mantel, nur von Erde, hinzu, wird mehr Zeit erfordert, umbis an den Hauptgraben zu kommen, als man gewöhnlich gebraucht, einen Umrifs mitBollwerken zu erobern.
Es fällt jedoch in die Augen, dafs es dieser Menge Feuer zur Verteidigung einesPunktes nicht bedarf, den der Feind nur mit fünf oder sechs Kanonen angreifen kann.So viele Werke sind überflüssig, sie würden nur den Raum in den Festungen ver-engen, Ich habe daher andere Beispiele aufgestellt, wo die kleineren und deshalbWohlfeileren Flanken und Caponieren dennoch durch die vortheilhafte Aufstellung ih-res Geschützes die gröfste Wirkung leisten. Um mich also nach dem eingeführten.Gebrauche zu fügen, und nicht alles auf Einmal umzustürzen, habe ich die frei stehen-den Geschütze auf den Wallen nur hie und da beibehalten. Denn es ist offenbarZweiter Band, P