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Achtes Kapitel.
Von ilen runden Fort*.
"W”enn runde Bergkuppen befestiget werden sollen, eignen sich die zangenförmigenForts nicht, dazu. Die ausspringenden Winkel derselben reichen über die obere Flächeherunter, und fallen in mehr oder weniger tiefe Schluchten, wodurch ihre Anlage Un-möglich, oder wenigstens sehr kostbar wird. Runde Forts sind hier nur allein an-wendbar, und meine runden Thürtne lassen sich dieser Bestimmung mit wenig Kostenund grofsem Vortheil anpassen.
Als Beispiel wollen wir hier einen isolirten Spitzberg wählen, wie sie sich in Ge-birgsländern so häufig finderl, der oben nur eine kleine Fläche von 24 Toisen Durch-messer, und daher manche Schwierigkeiten hat. Auf dieser wird ein Thurm mit viel-eckiger Grundfläche erbauet, um den am obern Rande des Berges ein gewölbter Ver-theidigungsgang, Tab. XVIII, fig, 7, unten aber eine Mauer mit Schiefslöchern läuft,die eine Art von Rundgang bildet, den man höher oder niedriger legen kann, je nach-dem es die Beschaffenheit des Terrains erheischet. Der Thurm dieses Forts — daswir Angouleme nennen wollen — enthält unten einen Brunnen, über demselbenein Kellergeschofs, ein Stockwerk zu ebner Erde, und eines darüber mit einer Geschütz-lage, und endlich oben eine offene Batterie. Die Gewölbe laufen vom Mittelpunkt desThurmes nach aufsen, und ruhen auf Pfeilern. Sie üben daher durchaus keinen Druckgegen die äufsere Umfassungsmauer aus, sondern unterstützen diese vielmehr, und ge-ben ihr eine gröfsere Stärke, Der VerthehligungSgang ist nur für das kleine Gewehrbestimmt, und daher nicht mehr als 6 Fufs breit. Wollte man ja einen bedeckten Ge-schützstand anbringen, würde man ihm leicht die erforderliche Gröfse geben können.Auf einem alles überhöhenden Berge abet ist das Geschütz auf dem kreisförmigen Wallenicht ausgesetzt, es wird vielmehr durch das Feuet? des Thurmes und der umlaufendenGallerie hinreichend gedeckt, Es ist nicht abzusehen, wie ein solches Fort zur Ueber-gabe gezwungen werden kann. Schon in der Ebne läfst sich keine Stürmlücke dareinschiefsen; an einem steilen Berghange aber Laufgräben zu führen, hat seine eignenSchwierigkeiten. Bei aller Stärke enthält dieses Fort nicht mehr als 500 Würfeltoisert(750 Schachtruthen) Mauerwerk, jedoch ohne die äufserste Mauer mit Schiefslöchern,deren Länge von der Form des Berges abhängig ist, oder die man auch Jiach Befin-den ganz weglassen kann.