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Der Entwurf zu dem Unternehmen auf Carthagena 1697 ward: von einem franzö-sischen. GeistlichenNamens Petit gemacht, der nach Holland übergegangen war, inValenciennes aber aufgegriffen und in die Eastille gesetzt ward. Da er öfter anden Amerikanischen Küsten gewesen war, und- besonders die. Beschaffenheit von Car.thagena genau, kannte,, kam er auf den Einfall-, in einer besonderen. Schrift die leichte.Eroberung dieser Stadt zu. beweisen,, um sich dadurch aus dem- Gefangnifs zu befreien,.Er war so. glücklich,, diese Schrift in die Hände des damaligen Seeministers, Herrnvon P ontchartr ein zu bringen, und auch ein günstiges Gehör bei diesem zu finden..Die Ausführung ward dem; Herrn von Pointis- übertragen,, einem- Manne von be-kanntem; Muth und Geschicklichkeit.
Sobald der Herr von Pointis die nöthigen Befehle erhalten hatte,, liefs er in;Brest mit dem gröfsten Eifer an; Ausrüstung der zu dem Unternehmen' bestimmtemEskadre arbeiten.. Sie. bestand aus zehen Kriegsschiffen,. Einer Korvette-, einem. Bom-benschiffe, zwei Flüten, und : mehreren Transportschiffen.. Auf ihr befanden sich 51g.Kanonen und 4250 Mann, worunter igoo Mann Landtruppen waren*. zu. denen auf derHöhe von St. Domingo noch 1200 Flibüstiors stiefsen- Auf Vierzehn Monathe mirLebensmitteln versehen* ging diese. Flotte den 9 . Januar von der Rheede von- Camanet;unter Seegel, und kam den 12; April vor Carthagena an.. Die Stadt ward 1 zwar nochdesselben Tages beschossen und bombardiref, jedoch mit wenig, Wirkung,., weil Sandkbanke die Schiffe hinderten, sich nahe genug heranzulegen..
Den 14. Mittags gierig die Eskadre vor dem Fort Bocca-chicai — eine Stunde vornCarthagena — vor Anker, das den Eingang einer sehr engen Bücht vertheidiget, durchwelche die grofse Rheede von Carthagena mit dem Meere Zusammenhänge.
Bei ihrer Ankunft befahl der Herr von Pointis, die Truppen zum- Landen- bef-reit zu machen, während er mit dem Admiral-Schiffe (dem Szepter) von 90 Kanonen*,und mit dem-St. Louis von 70 Kanonen so nahe an das Fort legte* dafs alle Schüsse;mit grofser Wirkung trafen- Dieses kühne Manoeuvre begünstigte das Landen derTruppen, das ohne Widerstand- geschähe- Auf ihrem Marsch durch das sehr dicht:verwachsene Buschwerk,, wo kaum zwei Mann neben einander durchkamen,, machten-sie einige Gefangene, von denen sie hörten, dafs nicht mehr als 200 Mann^ Besatzung;im Fort wären- Die Flibustiers, -welche bis an das Ufer der Rheede. — die durcheinen ziemlich groben Meerbusen gebildet wird; — vorgedrungen waren,, nöthigten.durch ihr. lebhaftes Feuer eine aus Carthagena. kommende Galeere, die Verstärkungs-truppen nach Bo.cca - chica bringen sollte, unverrichteter Sache umzukehren- Weil;das Kartetschenfeuer des Forts den Flibustiers sehr beschwerlich fiel, sprangen sie-,in den Graben, und stellten sich dicht an die Mäuei, v 0 s ' e S e 5 e P ^ as Feuer der"Festung gedeckt waren- Sobald .de* Herr von Pointis dies bemerkte, befahl er dem