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Die Verteidigung stärker als der Angriff, oder Die Befestigung mit rechtwinklicher Bestreichung / Marc René Montalembert ; aus dem Französischen von J.G. von Hoyer
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156
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beiden Seiten des Pons Ulen in Hinsicht, ihrer Breite und Höhe die nemlichen Di-mensionen, wie das Fort selbst, •

Das letztere hat hier die Bestimmung, die Einfahrt einer Rheede zu vertheidigen.Es liegt demnach dichte am Strande, und wird durch einen mehr oder weniger breitenGraben vom festen Lande geschieden. Vor dem Graben ist, zu Deckung der Brücke,eine Mauer mit Schiefslöchern, und mit einem Glacis vor sich, angebracht. BeiderHöhe wird durch die Umstände und durch das Lokal bestimmt. Die beiden FlügelJes Forts jedoch sind um Ein Stockwerk erhöhet, damit sie das umliegende Terrainbeherrschen. Uebrigens lassen sich die Dimensionen, überhaupt und im Einzelnennach Willkühr und nach Verhältnis der Wichtigkeit verändern, welche das Werk durchseine Bestimmung har. Ich gebe liier blos ein Beispiel, das man vergrößern oder ver-kleinern kann, das aber auf diese Art grofse Vorzüge zu Haben scheint, und durchHinzufügung der beiden Seitenkasematten zu einer jedem Angriffe überlegenen StärkeErhoben wird. Ist aber diese Seite unangreifbar, kann auch die Stadt nicht erobert-werden; und wäre es auch durch den gegen eine andere Seite gerichteten Angriffmöglich, würde man sie nicht behaupten können, so- lange inan nicht im Besitz derCitadelle ist. Diese kann 540 Kanonenschüsse auf Einmal einwärts gegen die Stadtthun, und sie folglich sehr bald in einen Steinhaufen verwandeln. • Ai.

Es wird jedoch leicht seyn, auch die andere Seite der Stadt auf gleiche Art zuschützen. Ich lege zu dem Ende ein zwölfseitiges Fort A (fig. r, Tab. XVIII) gegenSsüd-Osten, wo der Feind damals auch einen Angriff machte. Allein dieser mufs im-mer erfolglos bleibenr weil der niedrige, oft überschwemmte Boden keine festen Ar-beiten auszüführen gestattet, und weil das Geschütz und die Munition mit grofser Be-schwerde von der Nordseite hergebracht werden müssen. Vermittelst zweier anderenForts mit gemischtem Umrifs (mixtilignes), die ich weiter unten beschreiben werde”und eines dritten, jenseits der Ueberschwemmung, findet kein Angriff statt so lanman nicht das zwölfeckige Fort und die Citadelle erobert hat, welches offenbai- unmög.lieh ist. Es bedarf folglich jener Meng« Bollwerke nicht, womit man die Stade vonjeher Umgeben wollte.

Wir wollen mm sehe;', wie hoch diese Befestigtmgsart einer Stadt zu stehen Wmeü würde ? *)

*) Öie,e ^«sefmungen des ÄfauerWerls lind, iu Ersparung der zeit imd Se» Räume* Wänfmi.“Mr«.Stärke«! befinde«, gaben jedöch eb.r gröbere als geringere JUiultate, wie*aus der Verelei’ehung nur den ähnlichen Berechnungen ge ab»«r Ciril-Baumeister hervorgehet', die möglichsthau und sorgfältig gemacht lind* ® &

1 Aumerk, d. Verf.