Heber Jen Entwurf und den Nutzen der Eofestigungswerfce der Insel
Aix, von Herrn Filley.
Die vergangnen Ereignisse 1 euren zur Gnüge, dafs der Hafen von Rochefort fürsich seihst Nichts ist, dafs er für die Königliche Seemacht und für die Kolonien ganzunnütz wird, wenn die Schilfe 2uf der Rheede der Insel Aix nicht in Sicherheit aus-gerüstet werden können. Der mir gewordene Befehl, diese Insel zu untersuchen, undangemessene Werke zu ihrer Vertheidigung vorzuschlagen, 'beweiset: dafs der Hof von.jener Wahrheit überzeugt ist; allein die Seeleute und die Land-Soldaten hegen bei wei-tem nicht über den Nutzen, die Möglichkeit und die Mittel dieser Vertheidigung,.ei-nerlei Meinung. Nur darin stimmen sie überein: dafs man entweder etwas wichtiges,oder gar nichts für die Insel Aix tliun müsse. Die Einen sagen: man könne aller-dings die Insel Aix unüberwindlich machen, und den daselbst auszurüstenden Schif-fen eine vollkommne Sicherheit versehaffen; allein der überlegne Feind werde auf derRhede von Basques ankern, und unsere Schiffe auszulaufen hindern; sie folgern hier-aus; dafs, wenn auch die Insel Aix einigen Nutzen haben könnte, dies doch nicht inBeziehung auf den Krieg der Fall sey, und dafs man sich eben so wenig schmeichelndürfe, aus Rochefort einen fiir'künftige Unternehmungen nützlichen KrLegshafen zu ma-chen, (i.) Andere gehen diesen Umstand vorbei, und behaupten, die Kanonen wer-den kein Schiff hindern, die Insel Aix vorbei zu segeln. (2.) Andere können sich nichtüberreden, dafs irgend ein Festungswerk im Stande seyn soll, sich gegen das furchtbareKanonenfeuer mehrerer verankerter Schiffe zu erhalten. Sie sagen: ganze Lagen von30, ho, 90 und mehr Kanonen, gegen Einen Punkt gerichtet, machen eine so fürchterlicheWirkung, dafs die noch so gut.angelegten Geschützstände, die stärksten Futtermauern inKurzen zusammen stürzen müssen. (3.), Ein Schiff sey dem nicht unterworfen, unddas. durch eine Stückkugel entstandene Loch bald wieder zugestopft. ( 4 -), Folglich könneauch das Geschütz, selbst bei der besten Bedienung, die Schiffe nicht ländern vorbeizu seegein. Noch andere behaupten endlich: dafs die Kanoniere auf den Festungsbat- ■terien bald durch das Feuer von den Mastkörben vertrieben und an der Bedienungdes Geschützes gehindert werden würden, wenn auch die Festungswerke selbst Wider-stand leisteten. ( 5 -)“
„Tch werde mich nicht mit Beantwortung des zweiten Einwurfes aufhalten. Es istliier nicht die Rede von einem blofsen Vorbeiseegeln der Insel Aix, Wo sollen, wokönnen die feindlichen Schiffe anders hingehen, als auf die Rheede, wo sie eben demFeuer ausgesetzt sind, das sie vermeiden wollten. Auch auf die übrigen drei Einwürfewerde ich nur in sofern antworten, als es zu Rechtfertigung meiner Ansichten bei derAnlage des Vertlieidigungsentwurfes durchaus notliwendig ist. Ich überlasse den See-leuten, den zweckmäfsigsten Gebrauch des Hafens von Piochefort und der Rheede derZweiter Band. X