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»oniere den Senkschüssen der Mastlcörbe biosgestellt lassen. Alle diese Behauptungenfinden jedoch nicht statt, sobald die Batterien eine solche Einrichtung haben, wie die▼on mir auf dem Fort und dem Strande der Insel Aix angelegten. Diese gleichenin Nichts allem bisher Ausgeführten, weil weder ein Umrifs mit Bollwerken, nochdie üblichen Strandbatterien der Rheede hinreichenden Schutz gewähren konxrten;sie hätten blos einen nutzlosen Aufwand verursachet. Dennoch haben die schlechte*Befestigungsarten ebenfalls ihre zahlreichen Verfechter, und es gelingt ihnen nur zuoft, die auf ihre Seite zu ziehen, von. denen die Ausführung solcher Vorschläge ab-hängt. Durch unverständliche Phrasen getäuscht, nehmen sie Schein für Wahrheit»und es ist von hoher Wichtigkeit, dergleichen Täuschungen zu verhindern, indem ma*ihre mögliche Entstehungsweise ins Licht setzet.' Dies ist das Mittel, die Vorwürfe zuentkräften, die man mir (machen könnle, dafs ich so sehe von dem gewöhnlichen Wegeabgewichen bin.
(6.) Man darf zwar nicht fürchten, dafs die Schiffe die Futtermauern der Strand-batterien öffnen; allein sie bringen ihr Geschütz zum Schweigen, bemächtigen sichdesselben, und gehen davon. So machten sie es auf der Insel Aix, und so .machen,sie es in allen ähnlichen Fällen. Es ist daher durchaus nothwendig, dafs dergleichen.Batterien nicht zum Schweigen gebracht werden können, damit die Schiffe sich ihnennicht nähern dürfen. Herr Filley glaubt mit Grund, dafs gut und stark gebaueteWerke von dem Feuer der Schiffe nicht zerstöhret werden; ihr Geschütz wird aberdie Eroberung nicht hindern, sobald es zum Schweigen gebracht werden kann. Esscheinet, dafs Herr Filley nicht genug auf diesen Hauptumstand bei Vertheidigungder Rheeden geachtet habe. Jede Hohe, die man auf einer so flachen Küste wie dieInsel Aix, den Werken geben kann, verschafft ihnen dennoch kein Lleberhöhen derSchiffe, und es ist auf dieses Mittel nicht zu rechnen.
{7.) Es ist von der höchsten Nothwendigkeit, auf der Insel Aix bombenfesteRaume für die Munition, die Lebensmittel, und für die Ausrüstungsbedürfnisse derSchiffe zu haben. Die gewölbten Kavaliere des Hrn. Filley würden hierzu allerdingssehr nützlich seyn; ihr Wall liegt jedoch nur 40 Fufs über der Meeresfläche, währenddie Schützen in den Mastkörben gegen 90 Fufs hoch stehen, und daher die Kavalierenoch um 50 Fufs überhöhen. Tab. VII, fig. 2. Da die letzteren zugleich aAf demUmkreise der Festung liegen, können nur zweie, No. 28 und 33, die Rheede mit einerihrer Facen schräge bestreichen, und jeder daher nur 4 Kanonen gebrauchen. Man.scheint folglich ziun Schutz der Rheede keine grofse Rechnung auf sie machen zu dür-fen, um so mehr, als sie gegen goo Schritt weit landeinwärts liegen.
(N-) Die Schiffe können unmöglich immer einen und eben denselben Punkt tref-fen, und deshalb auch die Futtermauer des abgestumpften Glacis nicht herunter schiefsen,
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