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Die Verteidigung stärker als der Angriff, oder Die Befestigung mit rechtwinklicher Bestreichung / Marc René Montalembert ; aus dem Französischen von J.G. von Hoyer
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ich sie habe auf der Insel Aix ausführen lassen, haben einen horizontalen Oeffnungs-winkel von bo Graden. Man kann demnach nicht sagen, dafs sie das Richif'eld desGeschützes beschränken, das bei den gewöhnlichen Scharten der Erdbrusfwehren nur20 Grade hat. Ja, Herr Filley giebt seinem abgeschnittenen Glaöis qg Fufs Starke,und janufs seine Kanonen 36 Fufs von einander stellen, wenn die Schartenzeilen die-selbe äufsere Dicke bekommen sollen, wie bei 18 Fufs dicken Brustwehren. Das istnicht der rechte Weg, sich die Ueberlegenheit über das Feuer der Schiffe zu verschaf-fen. Gegen diese mufs man sich durch 8 bis 10 Fufs hohe Brustwehren decken; mufsdurch Scharten und SchufsspaLten schiefsen, mufs ihnen auch wohl auf gewissen Punk-ten Werke entgegen setzen, denen auf der Insel Aix ähnlich, deren Geschütz, in dreiStockwerken über einander, nur 9 Fufs grofse Zwischenräume hat. Nur gegen solcheWerke sind die Schiffe gezwungen, Ehrfurcht zu haben.

(15.) Das Vertrauen Filleys in seine Blendwerke war so grofs, dafs er das nS-thige Holzwerk berechnet, um 150 Kanonen zu bedecken, und den Preis desselben zu31384 Livr. anschlägt. Man hat aber gesehen, dafs er seinen Geschützen 36 Fufs Ab-stand geben mufs, welches folglich 900 laufende Toisen Brustwehr geben würde. Solidabei die Bedeckung bis an den Grabenrand geben, der 5 Toisen hinter der Brustwehrist, macht dies eine Breite von wenigstens 8 Toisen, und folglich 7200 Quadrat-Toisenmit Holz, Hurthen und Faschinen zu bedecken. Es scheint daher ein solches Hülfs-mittel unausführbar zu seyn, wenn es auch keine gröfseren Kosten verursachte, als diehier angegebenen. *)

Aus dem allen gehet hervor: dafs selbst Filley, einer der in seiner Kunst ammeisten unterrichteten Männer, durch Gewohnheit festgehalten, für di^se besondereAbsicht nichts Befriedigendes liefern konnte. Durch die Meinung beherrscht, dafs esauch gegen Schiffe starker Futtermauern und dicker Brustwehren bedürfe, damit sie nichtniedergeschossen werden könnten, siebet er ein abgestumpftes Glacis von 8 Toisen Dickeals das allein wirksame Hindcrnifs an. Er beschäftiget sich dann mit der Anlage einer

*) Der Marquis gebet hier in weit, nm den Gewülbebau allein heransznheben. Filley* Deck»werke würden gegen das kleine Gewehr von den Mastkörben hinreichend schlitzen, sobald nurdie Rrmt wehren fjegen die Ueberbohung des Geschützes von Bock und Schanze hinieichend sichern.

And* Gren ier bemerkt (Memoire sur la fortificat. etc.) „dafs die grofse Dicke der Brustwehr„keinen weitern Abstand der Kanonen in der Batterie «1 heischet, weil sich die ablaufende Ober-,,fläche der Scliavtenzcile vorwärts auf dem Kamme des abgestumpften Glacis verhehlet. Die„Schattenzeile bleibet demnach dieselbe, wie bei einer gewöhnlichen Brustwehr von lg Fufs, und„ihre xP'dete Verlängerung bis an die Fnttermauer dienet ihr vielmehr zur Verstärkung.“ Esbleibt jedoch immer ausgemacht: dafs nur eine den Schiffen überlegene Gcsciüitzzahi, verbun-den mit dem Gebrauche der glühenden Kugeln und kleinen Bomben, im Stande ist, dergleichen An-griffe zu vereiteln, und die Eheede zu schützen.

Anmerk, d, Ucbcrs,