«Jen seyn, und man wurde Im nächsten Kriege eingesehen haben, dafs Nichts zur Sicher-heit der Rheede geschehen ist, obgleich man eine Menge Festungsbedienten und einestarke Besatzung ganz nutzlos unterhalten müfste.
In die See gelegte Bollwerke können nur die Frucht eines gänzli-ch en Vergessens der wahren Befestigungsgrundsätze seyn. Wäre esdurchaus nothwendig, darein zu hauen, um den zu bestreichenden Punkten näher zuseyn, mufs man allezeit die Kreisform wählen, und sie allenfalls mit geradereLinien verbinden, je nachdem es die Ortslage erheischet. Jedem müssen die Vortheileeinleuehten, welche ein Umrifs, wie Fig. 7, zur Vertheidigung der See und des Landesdarbietet, indem er zugleich weit wohlfeiler ist, als Fig. 1 und 6,
Dies ist- aber noch nicht alles. Man mufs nie bi3 in die See Vorgehen, weder mitBollwerken, noch mit einem runden Einrisse; man begnüge sich mit dem festen Böden,den die Natur uns darbietet, ohne dafs man den lächerlichen Einfall hat, Werke indas Meer zu gründen. Letzteres ist selbst der beste Wall, Man kann keine Laufgrä-ben darinnen führen. Die Befestigung auf der Insel wird immer hinreichen, und die,EntV'ürfe fig. 3 und fig. 5 erscheinen als allein angemessen. Sie gewähren eine Ver-teidigung der Rheede, wie es noch nie eine gab: und gegen die Landseite hat eintblofser Wall, van zwei runden Thurmforts bestrichen, grsfse Vorteile vor jeder Be-festigung mit Bollwerken.
Trotz aller Werke, mit denen die Festung fig. 1 überhäuft Ist, hat sie doch gegendie Landseite nichts als eine Contregarde 20, die das Bollwerk 4 decket, und die bei-den Neben Raveline 15 und r6. •') Alle übrige Werke tragen durchaus Nichts zurVerteidigung bei; warum hat man sie demnach in den Entwurf aufgenommen, dadie Angriffsseite nur sich wie an jeder gewöhnlichen Festung zeiget? Legt man eineContregarde vor das Ravelin fig. 4, ist diese Fronte eben so stark als fig. r. DJ e bei-den 'Bollwerke I und 2 stellen hier die beiden halben Monden 15 und 16 vor; dennwenn diese durch die Breschbatterien geöffnet sind, mufs : sich die Festung eben so gutergeben, wie fig. 4, weil der Abschnitt im Bollwerk 4 von den- nemlichen Batterien inden Waffenplätzen des bedeckten Weges mit den halben Monden zugleich geöffnetWird. Die Fronte fig. 4 scheinet sogar noch einige Vorzüge gegen die fig, I zu haben,Weil sie 300 Toisen von einer Bollwerksspitze zur andern ist, und deshalb die Barn.
*) Die drei, auf der Nordseite der Insel angelegten Forts fig. 1 sind dem eigentlichen Entwarf®'selbst fremd, und lassen sich auch bei jedem andern Umrisse anbringen. ffie kommen deshalbum so weniger in Betracht, da sie, — wie jedes ähnliche Werk, ohne alle Graben,vertheidigung — auf den Eisten Angriff sich ergeben müssen, oder mit Sturt»erobert werden. .
Amnerk. d. Ver-fi.