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Die Verteidigung stärker als der Angriff, oder Die Befestigung mit rechtwinklicher Bestreichung / Marc René Montalembert ; aus dem Französischen von J.G. von Hoyer
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überall von den vierstöckigen Thürmen tingesehen , und kann sich nur nach ZerstÖh-rung derselben festsetzen. Man hält dies zwar durch die Wirkung des Belagerungsge-schützes für möglich - r allein es ist leichter zu sagen, als auszuführen. Ich habe schonim Ersten Th eile S. 134 diesen Einwurf widerlegt. Hier mufs ich blos fragen: wodie Batterien zu Zerstöhrung der Thürme liegen sollen? Der feste Grund ist 400 Schrittvon dem einen, und 600 Schritt von dem andern entfernt. Setzt man nun eine gleichgenaue Richtung bei dem Geschütz des Angreifers und des Vertheidigers voraus, kommtblos die Zahl und Stellung desselben in Betracht. Hier finden sich 200 Toisen Wall-länge, die beiden Forts mit eingeschlossen, die mit 60 Kanonen besetzt werden kön-nen. Da nun jeder Thurm auf dem dritten Theile seines Umkreise» 32 fafst, würdeman über 120 Kanonen gegen höchstens 40 aufstellen können, die auf der Breite von120 Toisen, welche die Insel an, diesem Orte hat, Raum finden. Der Belagerte hatdemnach immer 3 Geschütze gegen Eins, von dem mehr als die Hälfte unter gutenGewölben gegen die Bombenwürfe sicher stehet-- Man urtheile, welches Geschütz vonbeiden das andere schweigen machen wird? Ich darf daher mit Grund den Thürmen.eine hinreichende Standfestigkeit Zutrauen, um in Hinsicht der jedem Angriffe überle-genen Vertheidigung dieser Fronte lange genug auf sie rechnen zu können.

Eben so stark als gegen Aufsen ist aber diese Befestigungsart auch In ihrem In-nern, wo durchaus kein Theil sich findet, der nicht unter dem Feuer der beiden Fortsläge. Es ist deshalb hinreichend, diese mit dem Fort an der Rheede durch eine blofseBrustwehr zu verbinden,'wie sie fig. 3 und 5 angegeben ist: und man wird hinter ihreben so sicher seyn, wie hinter allen Werken, die mau hier auf einander häufenkönnte.

Man siebet hieraus deutlich, dafs der Umrifs mit Bollwerken nur durch die Machtder Gewohnheit der allein gangbare ist. Man bringt überall Bollwerke an, weil mandas Vorurtheil heget, es gebe kein anderes Mittel, als dieses einzige. Man sucht esauf alle Fälle und auf jede Uage anzuwenden, ohne sich durch Hindernisse irren zulassen. Soll eine Festung mit 6 — 12 Bollwerken gebauct werden, und finden sich Thälerin ihrem kJmfange, so mufs man sie ausfüllen, oder die Wälle so hoch und starkmachen, dafs viele Jahre und viele Millionen an einen Bau verschwendet werden,den man durch etwas Besseres leicht vermeiden konnte. Selbst das Meer ist kein Hin-dernifs, wenn es darauf ankommt, Bollwerke zu gründen! Man leeret die Steinbrücheaus, um seine Wuth und seine Tiefe zu besiegen, um W T älle zu gründen, die seinerGewalt zu trotzen vermögen. Hier erscheinen die grofsicn Genies als beschränkteKopfe.' Da ^fruchtbarste Talent bringt nur Schlechtes und Gemeines'hervor. Allessiehet wie Unwissenheit aus, und inan würde seihst an dem Unterrichtasten irre wer-

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