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Die Verteidigung stärker als der Angriff, oder Die Befestigung mit rechtwinklicher Bestreichung / Marc René Montalembert ; aus dem Französischen von J.G. von Hoyer
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hindert, in das Herz des Reiches zu dringen. Das he.ifsc jedoch nur so viel, dafs sieEtwas taugten, beweist aber keinesweges,. dafs sie nicht hätten besser seyn können.Will man uns wohl überreden, dafs blos feie. starken,.Festungswerke, von Landrecisuns den Friedep^yerschafft-haben?; '

j Ein Zwis.t der Kfenigijt.tvpn England-mit ihren (.ieblipgen eines Theils, und dieBelagerung v,on Landrecis durch den, Prinzen Eugen anderer Sens, ,wobei er seingMagazine zu Marchiennes hatte und das .zu ihrer Deckung bei Dinain stehendeCorps verlohr, haben deif. frieden herhäjg&führt. Ohne diesen glücklichen Zufall drangder Feind bis Paris, und allft Festungen ^hätten das Reich .nicht schützen können.

D^ ma^ wollig behaupten, dafs es nicht anders gekommen wäre, wenn jene einsgtofser^ j^tärke geljabt hätten, wenn ihre.Bataaft die. Wirkung ,des von Vauban erfun-denen Schleuderschusses aufgehoben hätte ^md wenn ihr Wid^rstandsverraögen dasZwölffache ihres gegenwärtigen gewesen wäre? ' Die Möglichkeit dazu liegt unbezwei-felt in den Hülfsrriitteln der; Kunst! Unsere Feinde würden bald das Zwecklose ihreatAnstrengungen erkannt haben,, den Enkel Eudwigs XIV vom Spanischen Throne zuverdrängen. Die auf den .starkem Bau verwandten Millionen hätten die zu-ihrer Er-haltung verschwendeten erspart. Die Staatseinkünfte wären i.j» nicht durch den langen,und unstetigen Erbfolgekrieg erschöpft worden. Der König von Frankreich hätte 2.)nicht die Demütliigung der Gonferenzen zu Gertruidenberg erfahren, und Dünkir-chen .wäre-3.) n,i$ht zerstöhret worden. Nie hätte ein Englischer, Commissar uns Ge-setze vorg£schrieben; die Spanische Monarchie wäre nicht zerstückelt worden; Italienüpd die, Niederlande wären unter ihrem Zepter, geblieben,, und alle .spätere^ Kriegeum diese schönen Länder hätten nicht etatt finden können! . - . . ... ,

Es scheint zwar, dafs die Herren Ingenieure eine Ehre darin setzen, alle Verbes-serunggn.,ihrer Kunst zu hindern; allein sie thäten besser, sieh der,wichtigen Dienstezurüjpnen, die sie bei so vielen Gelegenheiten, geleistet haben-, -. Wirklich .beruhetihr gpter Ruf mehr auf ihren mathematischen' Kenntnissen uuL aiif Ihrem Muthe,-^ alsauf der längeren oder kürzeren Dauer des Widerstandes der .belagerten Festungen.Denn diese mufs man vielmehr den häufegen Ausfällen^einer, staf^n Besatzung, upddem Gleichmuthe beimessen womit die Artilleristenr dem feip/iU^lien Feuer auf denoffenen Wällen blosgestelit ihr Geschütz bedienen, obgleich drei .Viertheile: vonihnen dabei aufgeopfert werden. ..Sind aber die, Menscfeenj-dpn^! di§.Schlepderschüsseund B6mben getödtet, und die Laffeten zerschmettert, mufs sich die Festung ergeben:und aufser einer Menge tapferer Soldaten, sind alle Bau- und Unterhaltungskosten reinverlohren. Dafs die jVerthetdig'ung der F,eVlung J erf I4 zuriäclis t von der Ge-holt iitzwirkung abhänge, leidet keinen Widerspruch., vIch-habe es daher stets zudem Ziele meines.Strebens gemaclit, das Geschütz auf den'Wällen der bela-