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frei Turm niclit -inVteJingt'bedauern "darf. Wehn aber auch dieses'Corps siegreich, ge-wesen war, folgte für die geschlagene Belagerungsarmee dennoch nicht die Nothwen-digkeit nach Italien zu gehen» Sie hatte durch den Verlust der Zufuhren von Susanicht auf 24 Stunden Brod. Hatte sie wohl auf dem weiten Marsche dahin hinrei-chende Lebensmittel gefunden? Durfte man in dieser Ungewifsheit wohl den weitenMarsch unternehmen? Woher sollte man;,:im Mailändischen Ersatzmannschaften be-kommen? Die fjafaillone waren nicht über 300 Mann, und der .Ueherrest würde sichblos durch einen Vergleich mit dem Feinde haben retten können. Der Rückzug indie Piemontesisi hen Thäler hingegen, wo alle Festungen in unsern Händen waren,setzte die Armee in dem, Stand mit weit grösserer Macht wieder nach Italien zu kom-men sobald es der König für gut fand. Man stand wirklich irn Begriff zwanzig tau-send Mann unter dem Befehl des Herrn von Bezons wieder dahin zu schicken, alsder König anderes Sinnes ward und die weiteren Unternehmungen auf das folgendeJahr verschob. Er ward jedoch mittlerweile des Krieges müde, und Unterzeichnete am13. März 1707 einen Waffenstillstand in der Lombardei, in Gefolge dessen 26000 Mannunter dem Grafen von Medavi die von ihnen besetzten Festungen räumen und nachFrankreich zurückgelten sollten;. Auf diese Weise ward Mailand, Lremona, Mirandolau. a. m. mit einem grofsen Landstriche dem Kaiser zuruckgegeben. Dieser Traktathatte den Verlust des Königreichs Neapel so wie die Verheerung, der Dauphine undder Provence-zur- Folge, die sich mit der Belagerung von Toulon endigte. Es be-durfte einer stärkeren Armee um die Feinde wieder aus dem Lande zu jagen, als nö»thig gewesen wäre die Angelegenheiten in Italien wieder in den vorigen Stand zasetzen T wie zu Anfänge des vorhergehenden Feldzuges: Stetigkeit aber gehörte nu«einmal nicht zu den Tugenden der Französischen Minister.
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