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Die Verteidigung stärker als der Angriff, oder Die Befestigung mit rechtwinklicher Bestreichung / Marc René Montalembert ; aus dem Französischen von J.G. von Hoyer
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Fig. r, Ist die Hälfte einer solchen Redute mit den vorgesclilagenen Abänderun-gen vorgesteilt, und fig. 3, 4. das Profil davon. Aus der Vergleichung beider' Profile'ergiebt sich, dafs liier bloS' die 3 Pufs breite Berme wegfällt,, um der .Grabensohle 12'Fufs geben zu können, und innerhalb der Pallisaden einen 3 Fuß breiten Raum zubt kommen» Man giebt jenen zugleich eine ausspringende Anordnung, wie fig. I, undleget mit Mauerbocken' einenDurchgang: an', um unter der Brustwehr liindureh kommen'zu können» Der Vorsprung wird mit Holz und einigen Fufs Erde bedecket:' und schondurch diese leicht auszuführende Einrichtung wird der'Uebergang. überden Graben sehrmörderisch.- Kann man sich aus nahem Walde,, oder' einem Dorfe, längeres und stär-keres Holz verschaffen, kann man den Vorsprung mit seinen Flanken zwei Stockwerkehoch machen» Der Graben so wie der Raum hinter den Pallisaden ist nun durch eindoppeltes bedecktes Feuer bestrichen, und kann folglich nicht mehr überschritten wer-den, bevor nicht der bedeckte Vorsprung zerstöhret, ist. Dies- kann aber-offenbarnur von dem Kamme des Glacis aus geschehen, wohin der Feind sein Geschütz, we--gen des Feuers deb Redute und des' Vo r s prung es, nicht ungedeckt' stellen kann.Um aber eine Batterie zu hauen, mufs er Eaufgräben eröffnen;; folglich wird durchdiese kleine Nachhülfe die Redute zu einem Werke das nicht geradezu erstürmt wer-den kann.- Ein Bataillon kann darin eine ganze Armee aufhalten. Sturmpfähle sindhier nicht an^ezeiget; man kann sie mit um so gröfserern Vortheil anbringen, wennes nicht arr Holz fehlt, weil sie gut bestrichen, sind und^ durchaus- nicht abgehauemwerden können»

Hat man überflüssiges und starkes' Holz, läßt sich- die Redute noch weit, mehr ver^stärken, wenn inan sie vermittelst eines gezimmerten Ganges von 9 bis io Zoll starkenHölzern in vier gleiche Th eile zerschneidet. Die- Hölzer werden zu dem Ende .unten 26Fufs, oben aber 9 Fufs von einander, schräge in die Erde gegraben, so dafs sie ig Fufs aus'derselben hervorragen. Oben werden sie mit starken Balken bedeckt, und bieten nun eineArt Caponieren, zum Schutz der Besatzung und zur'inneren-Vertheidigung der Schanzedar» In dem vorliegenden Beispiele hat man sich zwar mit einer Brustv/ehrhöhe 1von 9- Fufs begnüget; allein es fällt in die Äugen,, dafs eine höhere Brustwehr-von 15 bis 16 Fufs alles weit besser decken, und dadurch dem Ganzen mehr Stärkegehen würde. Die Ausführung der Arbeit wird übrigens keine großen Schwierigkei-ten haben: es sind blos Hände dazu nöthig; und an diesen fehlet es in der Regel heieiner Armee nie. Fig. 5 9. Tab. XXVIII» geben eine hinreichende Erläuterung;dieser Verstärkung gewöhnlicher Redüten, die man durch Hinzufügung der oben (2ivThI. S. 109) beschriebenen Kavaliere in eigentliche Forts umschaffen kann»

So war das Fort Tab» XXVIII. fig. 10. anfangs: zur Festsetzung einer kleine«Anzahl Truppen auf einer entfernten Küste bestimmt» Es- sollte daher blos von Erde