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man sich der oben aufgestellten Grundsätze der Feldverschanzüngen-: das Feuer■wirkt nur durch seine Menge und Dauer, wird man auch die Bewegungsgründezu diesem Umrisse sogleich einsehen. Drei F 1 es eben Re d Uten, No. T, 2, 3 sind hierdergestalt unter einander zusammen gehangen^ dafs ihre Verbindungslinien von arufsenlind innen durch ein sehr mörderisches Kreuzfeuer bestrichen werden; man kann zukeinem Punkte gelangen ohne ihm lange ausgesetzt zu seyn, und dies noch weit mehrnachdem man die vorderste Brustwehr überstiegen hat, Demohngeachtet kommen hierimmer nur einzelne Abtheilungen ins Gefecht, welche die verschiedenen Posten nacheinander Besetzen. Erst'wenn der Feind alles überstiegen, wenn er den bedeutendstenVerlust erlitten hat: mufs er es mit dem Korps selbst aufnehmen.
No. I, ist die Fleschen-Redute vor der Meierei la Vezoüsiere, so dafs dasTaubenhaus die Stelle eines Thurmes in der Mitte der Redute vertritt. Es war, w r iealle übrige Mauern der Gebäude, mit Schiefslöchern versehen, wodurch diese Ver-sthanzung einen sehr guten Stützpunkt hatte und ein bedeutendes Widerstands vermö-gen bekam.
Auf gleiche Weise lag die Mühle Caillot in der Redute No. 2, Man kann deifcgleichen vortheilhaft gelegene Gebäude nicht zu viel für diesen Zweck benutzen.
Die Redute von la Gambodiere hatte den Vortheil nicht; sie konnte ihn auch«m so leichter entbehren, da sie von einem Sumpf umschlossen und deshalb unzu-gänglich war.
No. 4 in der Mitte war blos zur Rückenvertheidigung der ersten Linie und zu Be-streichung der ausspringenden Winkel n und 12 bestimmt, wozu in Hinsicht einerFace der beiden ausspringenden Winkel 8 und 9, die Brille 10 diente. Die andereFace derselben ward von den Redulen 2 und 3 bestrichen, deshalb hatten die beiden(Walhheile' 14 und 15 auf eine angemessene Länge keine Brustwehr. Die Werke 8und 9 vertlieidigten die langen Seiten der Verscbanzungen 5 und 6. Endlich schlos-sen die Werke 16 und r8 auf dem linken Flügel die Vers chan zun gen zwischen demSumpfe und der Redute No. 9, während auf dem rechten Flügel von den beiden Wer-ken 17 und 19 dasselbe geschähe.
Durch diese Anordnung durfte der Feind sich nicht auf die beiden eingehendenWinkel werfen, ohne sich einem sehr heftigen Kreuzfeuer auszusetzen; er war folglichgenöthiget, seinen Angriff gegen die Redute No, I zu richten, als den verspringend-sten aber auch stärksten Theil der Verschanzung. Wäre ihm hier der Angriff ja inifs-lungen, würde er keinen so grofsön Verlust erlitten haben, als wenn erhalte zwischendie Verschanzungen eindringen wollen, wo er sich-ohne d-eif Besitz der Reduten dochnicht behaupten konnte. Alle diese Werke unterstützen sich wechselseitig,- obgleichsie', von einander abgesondert, überall freien Raum zu den- nothig werdenden Truppen-Dritter Band, K