■der Redute No, 2 aufgestellt. Die Milizen waren zu Besetzung der Citadelle und zuden Posten längs des Strandes bestimmt.
Bei dieser Anordnung kann durchaus keine Verwirrung entstehen. Alles stehetauf jeden Vorfall bereit, während die Grenadiere und die Pikete ein sehr lebhaftesFeuer machen, das sich immer nach dem Angriffe richtet und dort stärker wird, anden nicht bedroheten Punkten aber aufhöret. Man kann nicht vermutbep, dafs derFeind sich zwischen die R.edüten hereindrängen werde. Sollte er es ja unternehmen,weichen die Pikete nach und nach zurück, bis er innerhalb der letzten Linie von den.Bataillonen angefallen wird. Dies gescliiehet nun, von dem Feuer der Reduten un-terstützt, mit der vollen Kraft frischer Truppen, die gegen den schon geschwächten undin Unordnung gebrachten Feind sehr im Vortheil sind. Er kann unmöglich in einemsolchen Feuer, aushalten, und es bleibt ihm blos ein schleuniger Rückzug übrig, sichaus diesem schlimmen Handel zu ziehen.
Will er aus den schon vorher angeführten Gründen seinen Angriff gegen die Re-doute von Vezousiere richten, wo er im Fall eines unglücklichen Ausganges keinen■so grofsen Verlust zu befürchten hat, wird er auch hier nicht geringeren Widerstandfinden. Von 2, ja von 6 Bataillonen unterstützt wenn es nöthig ist, kann die Redutenicht erstürmet werden. Dies avar die Meinung des Marschais von Senecterre, alsdamaligem Commandanten zu Rochefort, so wie des Ober-Ingenieurs und der ihn be-gleitenden Generale. Sind wohl zusammenhängende Linien hei der ihnen angemesse-nen Verteidigung eines solchen Widerstandes fähig? Man kann sogar die Hinder-nisse noch vermehren, ohne neuer Unterstützungspunkte oder mehrerer Truppen dazuzu bedürfen. Das verschanzte Lager, so wie ich es beschrieben habe, war nicht voll-kommen dem dazu gemachten Entwürfe gemäfs; ich will daher hier nocli das fehlendeanzeigen, um einen vollständigen Begriff von dieser Befestigungsart zu geben.'
Die nicht ausgeführten, blos entworfenen Werke sind auf Tab. XXX durch punk-tirte Linien bezeichnet. Ihre Bestimmung ist, den Verlust des Feindes durch Verdop-pelung der zu übersteigenden Verschanzungen zu vermehren, indem die Truppen an-fangs die aufseren Werke besetzen und sich nach und nach in die letzten zurückzie-lien. So mufs der Feind ein länger dauerndes Feuer aushalten, und siebet sich beijedem Schritt von neuem gehindert. Man erstürmet so viele Verschanzungen hintereinander nicht, ohne in die gröfste Unordnung zu kommen, ohne den Unterstützungs-truppen den Angriff zu erleichtern.
*) Der Rückzug der angegriffenen Truppen aus einer Vevschanzung in die andere ist im Drange de*Sturmes keinesweges so leiclit auszufiihrem Man muTs entweder rücksichtslos auf die zm ückhom-menden Truppen mit Feuer geben, oder man läuft Gefahr daf« der Feind mit ihnen zugleich indie hintern Werke d^jngt, Anmerk. d. [übersetz.
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