Buch 
Die Verteidigung stärker als der Angriff, oder Die Befestigung mit rechtwinklicher Bestreichung / Marc René Montalembert ; aus dem Französischen von J.G. von Hoyer
Entstehung
Seite
99
JPEG-Download
 

— 99 —

io666 Würfeltoisen Ausschachtung. Hierzu die Erdarbeit der 16 Fleschen - Reduten,betragt 2r8oa Würfeltoisen.

Utber dieses*.

Zu Verschärfung des Hauptquartiers, Verstärkung des rechten

Flügels etc,, 5 Fleschen-Reduten ♦ 34SO —

12 kleine Reduten zu 300 Würfeltoisen, die allenfalls entbehr-

lieh wären . . . . . . . . . 3600 —

Endlich die inneren Verschanzungen, von 6000 laufenden Toi-

sen zu r§ Würfeltoisen . . . . . . . , 8000 —-

Zusammen 36882 Würfeltoisen,anstatt der 86000 Würfeltoisen der im Jahr 1734 vor Philippsburg ausgeführten Linien.

Nüh die Stärke beiderseitiger Verschanzungen! Sobald der Feind die Linien von1734 an irgend einem Punkte durchdrang, war er Herr des ganzen inneren Raumes.Es ist an sich unmöglich, dafs die Truppen, welche eine zusammenhängende Verschan-zung besetzen, stehen bleiben, sobald jene einmal durchbrochen ist. In Flanke undRücken angegriffen, werden sie in einem Augenblick über den Haufen geworfen.Die ganze französische Armee war hinter diesen Linien in einer äufserst gefährlichenLager zum Ueberilufs den Rhein hinter sich, der eine Zeit lang angeschwollen undeine Stunde breit war. Man hatte keine Brücke erhallen können, und die Ufer blie-ben lange nach der Ueberschwemmung unzugänglich. Es ist unbegreiflich, warum derPrinz V : .ugen sein Heil nicht versuchte? Die Seite am Walde war ihm äufserstvortheiüiaft. Wir hatten ihn hier eine Verschanzung aufwerfen lassen, 700 Schritt vonden unsrigen: zugleich hatten wir unsern Verhau 250 Schritt von ups so schlecht an-georduet, dafs er dahinter jede selbstbeliebige Anordnung machen und ein so gerin-ges Hindernifs leicht übersteigen konnte. Er hatte. Iioooo Mann: wir viel weniger,und sollten gboo laufende Toisen Brustwehr besetzen, wozu bei 4 Mann Tiefe 103200Mann Infanterie nöthig waren. Bei der Belagerung von Mons 1691 war der Marschalvon Luxemburg der Meinung, man solle den Feind in den Circumvallationslinienerwarten. Er.spricht: „Sobald man pur eine kleine Armee hat, und nicht im ganzen„Umfangender Circumvaliaiionslinien stark genug seyn kann, thut man besser, sie zu ver-fassen. Hat man im Gegentheii Truppen genug, dafs man sich rings um die Festung„in zwei Treffen aufstellen kann, mufs man lieber den Vortheil benutzen den eine„gute Verschanzung gewähret.“

Dies petzet erstens eine'Verschanzung voraus, die .ihren Vertheidigern wirklicheVortheile verschalft: und. ich bin ganz der Meinung, dafs-map sie im entgegengesetz-ten Falle jedesmal verlassen mufs. Die zweite Forderung aber ist gewöhnlich un-

N 2