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Die Verteidigung stärker als der Angriff, oder Die Befestigung mit rechtwinklicher Bestreichung / Marc René Montalembert ; aus dem Französischen von J.G. von Hoyer
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In Cherfcöurg hat'man zwar meine doppelten geWolbten? Batteriejn zu Vejthei-digung der Rheede angenommen. Anstatt es jedoch so, oder besser zu machen wieich: hat man es schlechter gemacht. Das Hort Hoümet hat -Ecken: gegen meinenGrundsatz, gegen die See nie einen vorspringenden Winkel zu legen, weil in demdadurch entstehenden unbestrichenen Raume ein feindliches Schiff ankern kann. Manhat 7 Fufs dicke Mauern von Granit gemacht. Die Batterie bestehet nur. aus Einemuntern Stockwerke, wo die Kanonen 18 Fufs von einander stehen: anstatt ich auf 27Fufs drei Geschütze anbringe, und mehrere Stockwerke unter Ein Gewölbe fege. Beigleichem P»aume verstärke ich dadurch das Feuer, und verringere das Mauerwerk,folglich den Aufwand; — alles höchst Wichtige Zwecke. Man hat Schiefsscharten von24 Grad horizontaler Oeffnung gemacht, da sie in meinem Werke bis 60 Grade weitsind. Audi dadurch ist die Wirkung verringert Worden, indem man von dem abwich,was man in meinem Werke vor Augen hatte. '

Dieser Fehler der Scharten ist zwar auf dem Fort der Insel Pelee Verbessert wor-den; man -will jedoch nicht eingestehen, meine Vorschläge dabei befolgt zu haben. Zudem Baron von Montalemb ert, der 1785 dort war, sagte der Ingenieur G a rava-que, dafs die Schiefsscharten des Forts Houmfet zu enge wären; Er häbe daher eineneue Art ausgedacht, die Scharten mit mehreren Bewegungspunkten .So einzurichten,dafs sie bei derselben Weite eine Seitenrichtung von 60 Graden zuliefsen. Als derBaron entge.gnete, diese Art finde sich in meinem vor 9 Jahren erschienenen Werkergab jener vor, dasselbe nicht zu kennen; mit den Zusatz, man könne wohl einerleiGedanken haben. Dieselbe Antwort bekam der Baron auch von Herrn von Letangim Fort Houinet, Dieser behauptete, die doppelten, gewölbten Geschützstände desForts wären nicht nach mir; man könne wohl.auf demselben Gedanken Zusammen-treffen. Der Baron fragte: wo schon dergleichen vor Erscheinung meines Werkesausgeführt ivorden sey? Er erhielt zur Antwort: dies sey zwar nicht geschehen; dar-'aus folge jedoch nicht, dafs man nicht auch habe darauf fallen können, ohne sie ebenaus' meinem Werke zu nehmen, - ■ .

Ich bin hier so in das Einzelne gegangen; weil mir es scheint, dafs Sie'.ahderfenach Sich beurtheilen, und deshalb glauben, das Gute geschehe, sobald man e$'»tiokennt, und man gestehe treuherzig- ein, dafs man blofs nachgeahmet bat. Jüeines-weges! Der spanische Gcnerallieutenant, Graf von Urbina, der mein Werk 'gelesenund meine Modelle gesehen hatte, kam von Cherbourg, und sagte mir ausdrücklich:dafs er aufgebracht gewesen sey, überall meine Gedanken ausgeführt zu sehen, unddennoch meinen Namen nicht nennen zu hören.

So geliet es, und so wird ^c-s gehen, weil die, welche die Geschäfte leiten, nur aufihren eigenen Vortheil denken. Schon längst von dieser Wahrheit überzeugt, fahre

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