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Die Verteidigung stärker als der Angriff, oder Die Befestigung mit rechtwinklicher Bestreichung / Marc René Montalembert ; aus dem Französischen von J.G. von Hoyer
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148
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„Da Sie sich, in Verbindung mit den Mitgliedern der Nationalversammlung eineneue Kriegsverfassung zu schäften im Begriff sind, wird Ihnen auch ohne Zweifel alleswillkommen seyn was sich auf diesen Gegenstand bezieht. Ich mufs Ihnen in dieserHinsicht die höchst wichtige Bemerkung machen, dafs es dringend nothwendig ist, einenAusschufs zu Untersuchung der neuen Theorien zu ernennen, welche die Befestigungs-Icunst — deren Nothwendigkeit unter den gegenwärtigen Zeitumständen so einleuch-tend wird — zu einer unerwarteten Vollkommenheit gebracht haben. Unter diesenTheorien zeichnet sich die des Generals Montalembert vorzüglich aus. Es ist be-kannt, dafs Sie gegen dieses System eingenommen sind; dies ist jedoch nur ein Grundmehr, bei der Wahl der Mitglieder des Ausschusses von Ihnen die gröfste Unparthei-lichkeit und das gröfste Zartgefühl zu erwarten, ein Gegenstand, auf den sich gegen-wärtig die Aufmerksamkeit Aller richtet. Ich bin so frei, Ihnen im Namen des Va-terlandes dem Sie dienen, zu sagen, dafs Sie sich eines Verbrechens gegen dasselbeschuldig machen werden, wenn Sie unterlassen, der Nationalversammlung die Wich-tigkeit eines Mittels bemerklich zu machen, das Ihnen angezeigt worden ist, und dasbei einer Ersparnifs von jährlich 30 Millionen und der Hälfte der Armee die Grenzendes Reiches über alle Maafsen sichert. Ich habe die gegenwärtige Revolution nichtabgewartef, um mich für eine dem Wold des Staates so heilsame Lehre zu erklären;aber ich bin gegenwärtig noch immer der einzige Ingenieur-Offizier, der sie frei zuunterstützen waget.

Beilume den io. October Carnot,

An den Marquis von Montalembert.

Ich habe Ihnen seit einem Jahre nicht geschrieben: die Hoffnung, unsere Kriegs-Verfassung beendiget zu sehen, hat mich abgehalten. Dies ist endlich geschehen, ohneein günstiges Resultat für die Verbreitung Ihrer Theorie. Sie haben es empfunden,dafs es leichter ist die Verfassung eines Reiches völlig umzustürzen, als dem Zunft-geiste einer Handvoll einzelner Menschen eine andere Richtung zu geben. Ich habeeinmal nun der Vernunft Gehör gegeben, und kann mich nicht ändern; doch habe ichmir viele Feinde gemacht, was mir sehr unangenehm seyn würde, wenn ich glaubenkönnte zu irren, und wenn ich nicht schon längst allen ehrgeizigen Aussichten ent-sagt hätte.

Die Wahrheit ist so allgewaltig, dafs Sie den Erozefs mit den Kosten gewinnenmüssen; Sie haben Ihren Feinden das Geständnifs abgeprefst, dafs die Kasematten vor-trefflich sind, und dafs man sie blos aus Mangel an baaren Mitteln dicht anwendet.Ich möchte wohl wissen, ob man bei den von Cormontaigne zu Metz ausgeführfenArbeiten eben so haushälterisch verfahren? Man sichet die Kralle; und das Wahre