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Die Verteidigung stärker als der Angriff, oder Die Befestigung mit rechtwinklicher Bestreichung / Marc René Montalembert ; aus dem Französischen von J.G. von Hoyer
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gezeigt, dafs jene Vergrößerung nur durch die Richtung- der innem Schartenbacken er-langt wird, und dafs alsdann die LafFeten mit oder ohne Drehbaum ein gleich gro-ßes Richtfeld haben. Die gröfsere oder geringere äußere Weite der SchaTten wird dem-nach bei gleicher Seitenrichtung bloß durch der. Punkt bestimmt, wo die verschiedenenSeitehrichtungen zusammen treffen, die man der Kanone geben will. Man ist vermittelstdes Drehbaumes blofs im Stande, in einer fortgesetzten Bewegung die Seitenrichtun-gen der Laffete zu verändern. Ich habe aus diesem Grunde schon bemerkt, dafs manbei dem Schießen auf bewegliche Gegenstände, wie die Schiffe in der See, entweder dieScharten sehr weit öffnen oder an den LafFeten einen Drehbaum mit allem Zubehör an-bringen muß. Sobald man aber ein festes Ziel hat, wie es zu Lande stets der Fall ist,wendet man besser die weniger künstliche Laffete ohne Drehbaum an. Ich habe ihnbei der Laffete auf der Insel Aix weggelassen, um bei einer so ganz neuen Einrichtungnichts gekünsteltes zu haben. Man würde vielleicht davon Gelegenheit genommen haben,die ganze Erfindung zu verwerfen: um so mehr, als für den Kriegsgebranch das Einfa-chere immer das Bessere ist. Weil aber in einem hölzernen Gebäude die größere oderkleinere OefFnung der Scharten sich gleich gut ausführen läßt, da hier eine hölzerneSchwelle die Stelle des Gewölbes vertritt, habe ich kein Bedenken gefunden, meiner Laf- *fete für das Fort auf der Insel Aix einen festen Drehpunkt zu geben, um bei 7J FufsWeite einen horizontalen Richtwinkel von 60 Graden zu bekommen. Bei den Cherbour-gez Schießscharten von 8 Fuß Weite könnte man vermittelst eines festen Bewegungs-punktes, ohne Drehbaum, ein Richtfeld von 71 Graden haben, da die dasige Laffetemit dem Drehbaume nur 62 Grade verstauet. Es bedurfte deshalb des letztemnicht, da die Schießscharten einmal so gemacht waren: er war unnütz, und mußteum 'so mehr wegbleiben, als er für die doppelte Rahmenlaffete nachtheiliger istals für die Richtbaumlaffete: weil bei jener zwei Blockräder tief in die Laufbalkeneingelassen, und diese bis auf einen Zoll verschwächet werden müssen, welches bei denLafFeten von der Insel Aix nicht nöthig ist *).

Für den Gebrauch in Vertheidigungsgewölben liat der Drehbaum noch den sehr wesent-liehen Nachtkeil, dafs durch die für ihn bestimmte Vertiefung in der äufsern Mauer diesesehr gesell wachet wird. Die feindlichen Kugeln, welche die Scharte fehlen, treffen dieStelle des Drehbaumes derselben oder der darüber stehenden Kanone, und können dadurchum so eher eine OefFnung in die Mauer machen, wo alsdann die Sohle der Scharte nachstürzt,und diese unbrauchbar wird.

Anmerkung des Uebersetzers.

Vierter Band.

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