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Anmerk. Dieser Grundsatz allein ist hinreichend, das unheilbare Gebrechen allerUmrisse mit Bollwerken ins Licht ru Betzen. Ihre Stärke hängt von der Gröfse des Halb-messers ab, durch den sich die Zahl der Viele«ksseiten bestimmt; je weniger Seiten, umso greiser die Otffnuug der Winkel, welche die Faqen der neben einander liegenden Ra-veline mit einander machen. Dadurch verschwintlet der Vortheil, welchen die vor jedeSeite gelegten Raveline in Hinsicht eines starkem Widerstandes gewähren sollen. Bei mei-ner Befestigungsart im Gegentheil kann man stets ein Zwölfeck bilden, wie klein auchder Halbmesser des Umrisses seyn mag. Die Lage der Werke ist der Verteidigung im-mer gleich günstig. Da man nun am öftersten klein« Festungen und Forts anzulegenhat, wo die Bollwerke so gut als keine Verteidigung gewähren, so darf inan sich nichtbedenken, eine schon an sich unendlich stärkere Befestigangsweise vorzuziehen, die mitgleichem Erfolg bei der gröfsten Festung wie bei dem kleinsten Fort, ja bei jeder unbe-deutenden Redute anwendbar ist, und eine kräftige Verteidigung gewährt.
Ka i. VII. S. 140. ,,Die Ingenieurs sind über die Breite der Erdschüttungen hinter„der Futtermutter geteilt: einige haben sie bis auf 12 Toisen gesetzt, als ob der Feind„queer durch den Wall gehen müfste, um in die Festung zu gelangen. — Angenommen,„dafs der Belagerer ein solches Loch zu Stande brächte, würde es ihm weit schwerer seyn,,,durch dasselbe einzudringen, als die eigentliche Sturmlücke im Erdwalle zu ersteigen.„Der Belagerte dürfte sich nur zu beiden Seiten des Loches aufstellen, um alles Eindrin-„gen durch dasselbe zu verbieten.“
An merk. Sehr wahr! Der Belagerer würde unmöglich durch ein solches Loch ein-dringen können. Die Kriegsbaumeister haben ihm daher einen sehr wesentlichenDienst geleistet, indem sie Erde hinter ihren Futtermauera aufschütteten. Er kann sichnun durch jene einen bequemen Aufgang bilden, ohne den er nie in das Bollwerk zudringen vermöchte.
No. 12a. S. i4ß. „Es ist in No. 101' gesagt worden, dafs man öfters Kavaliere in„die Bollwerke legen mufs. Die dort gegebene Einrichtung Vau bans hat den Nach-„theil, dafs der Kavalier nicht zugleich die Stelle eines Abschnittes vertreten kann. Wir„wollen daher hier eine neue Einrichtung des Kavaliers anzeigen, weLhe von jenem Man-„gel frei ist.“ 1
Anmerk. Diese neue Einrichtung kann dem Verfasser des Traite completnicht viel Kopfbrechens gekostet haben, denn sie findet sich schon im Ersten Theilemeiner Vertheid igungskunst Tab. I. Fig 5 und 6, und Tab III. Fig. 1, mit allerzu verlangenden Genauigkeit angegeben, und stimmt völlig mit der Zeichnung No. 59.überein, die übrigens nur eine sehr mangelhafte Copie des a. a. O. angegebenen Kavaliersi3t. Dieser gewährt nämlich den Vortheil: daf3 nach seiner Eroberung der Belagerergezwungen ist sich auf ihm festzusetzen, um die innere Umfassung der Festung zu öff-