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nämlich unter allen Befestigungsweisen diejenige die beste ist, welcheim möglich kleinsten Raume dem Feinde die gröfste Masse gedeckterFeuer entgegensetzen kann.
Dieser Grundsatz ist — doch auf eine unbefriedigende Weise — im vierten Hefte despolytechnischen Journals von Jahrs 4 C 1 795) S. 388 angeführt: „Ein Hauptzweck jedes„Befestignngswcrkes ist: die Vertheidiger gegen die Wirkung des Angriffsgeschützes zu si-„ehern. In dieser Hinsicht rnufs die vornehmste Sorge des Ingenieurs seyn, jene gegen„den Schufs mit voller Ladung zu schützen; dasselbe ist auch der Zweck desjenigen„Verfahrens, welches man das Defilement nennt.“
Hier ist demnach der Hanptgrundsatz der Befestigungskunst übergangen: die zu ver-mehrende gut gedeckte Feuermasse, Um die Vertheidiger blofs gegen die Schüssemit voller Ladung zu sichern, darf man sie mit ihrem Geschütz nur in einen Keiler stek-ken: dann ist alles gedeckt, von Vertheidigung aber nicht die Rede! Die Kunst des De-filements ist das grofse Schutzmittel der Schulen, jedoch blofs gegen die Schüsse mitvoller Ladung (soll heiLen den Kernschufs), während die Erfahrung aller Belagerun-gen lehrt, dafs der Schleuderschufs allein hinreicht, in Kurzem alles auf den offnenWällen stehende Geschütz zu vernichten.
Eine Belagerung ist nichts anders als ein Artilleriegefecht zwischen dem Belagerer unddem Belagerten, wo der Vortheil ganz auf Seiten des ersteren ist. Er verdankt dies blofsder Form der unbedeckten Bollwerke, nachdem uns Vauban gelehrt hat, dafs,durch die Anlage der Angriffsbatterien auf den verlängerten Facen der Werke, jede Ku-gel eine dreifache Wirkung thut, wo dann die Bomben die Zerstörung vollenden.Die V. und VI. Kupfertafel seiner Abhandlung vom Angriff der Festungen zeigendies hinreichend. Ein Umrifs, der auf jeder seiner Linien nur eine kleine Anzahl unbe-decktes Geschütz aufnehmen kann, erscheint dadurch als höchst verwerflich, denn er erfülltkeine Bedingung de3 Hauptgrundsatzes der Befestigungskunst.
Man mufs sich wirklich wundern, dafs Vauban fortfuhr eine Befestigungsart anzu-wenden, deren wichtige Mängel, er selbst kennen gelehrt hatte. Erst im spätem Alterwollte er den letztem zu Landau und Neu-Breisach durch seine schlechten Boll-werks thürme *) abhelfen, allein er verfehlte seinen Zweck. Seine Nachfolger haben
*) Man darf sie mit Recht so nennen; denn hatte er sie grofser und rund gemacht: würde er, an-statt der zwei unnützen Schiefsscharten in den kleinen Flanken, die Nichts bestreichen, aufdem ganzen halben Umkreise haben mehrere und bessere an bringen können, um die Festset-zung des Belagerers auf der Spitze der Contregarde zu beschiefsen und unmöglich zu machen.Ganz besonders, wenn er seinen Scharten die von mir vorgeschriebene Form (im NeuntenKap. des Ersten TheilesJ gegeben hatte.
Anmerkung des Verfassers.
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Vierter Band,