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kaun wahrhaft nur mit dem dankbarsten Gefühle aufgenommen,und als der größte Fortschritt für die Kriegsgeschichte betrach-tet werden, wie die neuesten Geschichtschreiber — Decker,Smitt, Aster, Höpfner und die ungenannten Verfasserder Werke über die letzten Feldzüge in Italien, Ungarn undSiebenbürgen — mit dem ihnen eigenen militärischen Scharf-blicke die großartigen, fast immer zur Entscheidung führendenLeistungen der Artillerie an das Tageslicht bringen. Es istdieses eine erfreuliche Erscheinung, welche sich auf die bemerk-barste Weise in den Bemühungen aller Militärschriftsteller derGegenwart unverkennbar dahin ausdrückt, zu der Ueberzeugungzu führen, daß die Zeit herangerückt ist, wo die Wichtigkeitder Artillerie als eine der Hauptwaffen endlich zur allgemei-nen Erkenntniß gelangen muß. Mochten doch alle hierzu Be-rufenen von einem gleichen inneren Triebe beseelt sein, undvor Allem die Armee-Organisatoren die Worte des„hellblickenden Verfassers des Buches— 26 Friedensjahre" —welche auch Wisse! wiederholt, beherzigen: „Ein Kriegsmi-nister kann die Großartigkeit seiner Ansichten nicht würdigerbekunden, als wenn er der Artillerie viel Aufmerksamkeit schenktund sie mit Wohlwollen und Liberalität behandelt. Er stiftetsich dadurch ein unvergängliches Denkmal, das auch dann nochleuchten wird, wenn seine wohlthätige Hand längst verdorrtist. Wahrhaft große Männer haben auch stets in diesemSinne gehandelt, wohl wissend, welchen Schatz.sie in einergut organistrten und reichlich dotirten Artillerie besitzen." —Eine gute Organisation der Feldartillerie und aus-gezeichnete Leistungen mit derselben sind daher auch ge-genwärtig die angelegendsten Zeitsragen für jedes Heer gewor-den, zu deren Lösung sich dasselbe da, wo der Kriegsministerselbst Artillerist ist, nur gratuliren darf. —