bei den unverzüglich beginnenden Zerstörungsarbeiten bis zurVollendung des Geschäftes so zu schützen, wie es bei Ein-treibung von Contribution rc. nothwendig ist. Nicht zu übersehen ist, daß es bei diesen Ausfällen zu den Obliegenheitendes Kommandanten der Ausfallartillerie gehört, angeschirrteZugpferde mit sich zu nehmen, um die feindlichen Geschützetheilweise in die Festung schaffen, oder wenigstens anS denBatterien auf das freie Feld verbringen zu können.
Bei den sogenannten inneren Ausfällen kömmt die Ver-wendung von Fcldartilleric nur mehr in wenigen Fällen vor,da auch bei dem aklmähligcn Näherrücken der Belagerungs-arbeiten die Anwendung großer Ausfälle aufhört. Zu jenenseltenen Fällen ist zu rechnen, wenn ein von der 2. Paralleleaus vom Belagerer unternommener Sturm abgeschlagen wor-den ist, und zu dessen Verfolgung ein Ausfall unternommenwird. Während ihm die Festungsgeschütze mit Kartätschennachschießen, fällt ihm reitende Artillerie mit Kavalcrie in dieFlanken, eilt ihm voraus, um den Rückzug abzuschneiden,wirst ihn bis über seine eigenen Werke hinaus zurück, begeg-net anrückenden Unterstützungskolonnen mit Kühnheit wie imoffenen Feldkriege, bringt Verwirrung in die Trancheen, er-leichtert der nachrückenden Infanterie die Erstürmung und Zer-störung derselben, und deckt deren Abzug in die Festung. DieKriegsgeschichte lehrt, daß ein kräftiger Ausfall dieser Art oftdas Schicksal der Festung zu entscheiden im Stande ist.
Eine weitere Leistung der Feldartilleric in dieser Pe-riode der Belagerung besteht darin, daß sich einzelne Geschützeunter dem Schutze der Festungsgeschütze oder einer kleinenBedeckung vor dem Glacis so in Verlängerung der feindliche»Trancheen ausstellen, daß sie dieselben cnfiliren. In dieserWeise fuhren während der Belagerung von Schweidnitz(1758) am 4. April 4 österreichische Geschütze aus dem Jaucr-niker Fort im Freien auf, und enfilirten die Parallele derPreußen so wirksam, daß diese gezwungen waren, diese Pa-rallele mit Traversen zu versehen.
Weit mehr können gegenwärtig, schon aus große Entfer-