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gäbe gesetzt werden, bei der Erhaltung der Communicationzwischen dem Belagcrungskorps und der übrigen Armee mit-zuwirken, wie sie z. B. dem französischen Belagerungskorpsvon Gero na im Jahre 1809 mit Barcelona gegeben war,weil die Spanier bereits mehrere Transporte von letzteremOrte nach jener Festung hin aufgehoben hatten. Um dieseVerbindung zu sichern, war die Besitznahme der beiden See-häfen von Sän Fnlin und Palamas nothwendig. Der Ge-neral Montana setzte sich von Gerona aus in Bewegung,ward aber, als er sich zum Angriffe auf Palamas anschickte,von mehreren feindlichen Schiffen aus beschossen. Er fuhrsogleich seine bei sich habenden Geschütze am Strande auf,und zwang durch deren Feuer jene Schiffe zur schleunigenEntfernung; hierdurch gelang es ihm, die Stadt zu stürmen,und in dem stattgefundenen Gefechte den Spaniern einen Ver-lust von 16 Geschützen beizubringen.
Daß Feldhaubitzen schon oft mit gutem Erfolge in Riko-schettbatterien placirt worden sind, ist bekannt. Die Wirkungdes Rikoschettschusses hat aber gegen die jetzt gut traverstrtenFestungslinien vieles verloren, und ist nur dann von Werth,wenn der erste Aufschlag zwischen 2 Traversen trifft. DieDemontirung der Geschütze, sowie die Gefahr für deren Be-dienung ist durch dieses Gegenmittel vermindert. Durch dieLeistungen der Shrapnels wird dagegen die letztere in derNeuzeit bedeutend erhöht werden. Schon einige gelungeneShrapnelschüsse aus der 7 Pfänder-Feldhaubitze, mit ihreraus mehr als 100 Bleikugeln bestehenden Granatensüllung,werden die Festungslinien mit einem Hagel von Geschossen ih-rer Länge nach so überschütten, daß die daselbst sich befindli-chen Bedienungen leicht zum Verlassen ihrer Geschütze veran-laßt, und die letzteren, ohne demontirt zu sein, zum Schwei-gen gebracht werden können. — Die Shrapnels aus denFeldkanonen werden ähnliche Erfolge wie jene aus den Feld-haubitzen hervorbringen. — Ueberhaupt wird jedes Shrap-nelseucr eher die Beunruhigung der Besatzung, und nament-lich das frühere Verlassen detachirter Werke herbeiführen. —