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sionen bestände, und nach der Tabelle v. zusammen zusetzen wäre.
Gehen wir nun zu den Ausrüstungskosten der Artil-lerie über, so finden wir ein großes Kapital, welches derStaat hier anlegt. Die Taktik der Artillerie muß diesesgroße Kapital in Anschlag bringen- Mit möglichst gerin-ger Anwendung von materiellen Kräften dem Feinde zuschaden, immer noch anwendbare Kräfte übrig zu behal-ten, ist ein schon uralter Grundsatz des Krieges, welcherewig wahr bleiben wird, mögen sich auch die materiellenFormen auf vielerlei Art ändern. Dieser Grundsatz ver-dient im Speciellen nirgend mehr Aufmerksamkeit, als beider Artillerie. Diese aus so vielen materiellen Theil:.,,aus beweglichen Maschinen zusammengesetzte Waffe bedarfder größten Berücksichtigung im Gebrauche der verschiede-nen Kaliber. Erster Grundsatz bleibt die Wirkung der Ka-liber nach dem Terrain und der feindlichen Stellung. Da-her nicht die ungleich theurere reitende Artillerie da brauchen,wo man mit Fußartillerie denselben Zweck erreicht, odergar 12pfündcr-Munition verschwenden, wo gpfündigeSchüsse gleiche Wirkung thun. Die Fälle sind vielfacheingetreten, und werden ferner eintreten, wo man ein-zelne Batterien nach und nach ins Feuer bringt, wo manim Frieden nicht für den Krieg organisirt hat,im Frieden daher nicht für den Krieg arbeiten, keine grö-ßere Massen Artillerie bilden, nicht an den Unterschiedder verschiedenen Kaliber, an ihre verschiedenen wirksamenSchußweiten denken kann.
Artillerie vor! rufen Adjutanten, den Rennplatz derFriedensmanöver heruntersprengend, und die Geschütze wer-den ohne Beachtung, welche Kaliber anwendbar sind, inallen Terrains, ob günstig oder ungünstig, vorgeführt ').
i) Als die Handschrift dieser Abhandlung bereits vollendetwar, erhielt der Verfasser erst Gelegenheit, das Werk des Herrn