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2 (1824) Zweiter Theil / von W. von Grevenitz
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Seite
42
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Sektionen und Zügen, Ausschließen zum Deployiren, Dr-ployiren nach allen Seiten und aus der Tiefe, Parade-märsche in allen Gangarten. Die Griffe mit dem Ge-wehre müssen nur das Präsentiren, Auf-, Ab- undUcbcrnehmen umfassen. Wollte man der Artillerie dieGewehre abnehmen, so würde man ihrer" äußern DressurHindernisse in den Weg legen, und die herbeizuführendeBehendigkeit des Artilleristen erschweren. Dagegen ist dasScheibenschießen mit Gewehr dem Artilleristen eine lästigeund im Ganzen für ihn unnütze Uebung, für welche esschwer wird, ihm einiges Interesse einzuflößen.

Der reitende Artillerist muß im Reiten das erlernen,was zur guten Kampagnereitcrei gehört, hauptsächlichdreist reiten lernen, denn ihm kommen im Einzelnenmanche Passagen vor, die dem Kavalleristen fremd bkiben.In jeder reitenden Kompagnie müssen eine gewisse AnzahlLeute so weit ausgebildet werden, ein rohes Remontepferddrcffircn zu können. Die Handhabung des Säbels beimreitenden Artilleristen darf nicht übersehen werden; siedient dazu, eine gute äußere Gewandtheit des Körpers zugeben. Das Schießen mit Pistolen ist nothwendig; derreitende Artillerist hat solche im Felde bei sich, und eskann in vielen Fällen der Gebrauch derselben für denreitenden Artilleristen im Kriege Anwendung finden.

Ein anderer nicht minder wichtiger Gegenstand derAusbildung Ar Artillerie ist das Fahren. Wie der Reiterin der Bahn die Grundsätze des Reitens erlernt, und nurhierdurch zum Reiter gebildet werden kann, in eben derArt muß auch das Fahren erlernt werden. Eine Artillerie,welche nickst fahren kann, wird nicht beweglich seyn; dasFahren allein giebt der Artillerie Beweglichkeit.

Der fahrende Artillerist muß, ehe er fahren lernt,im Reiten so weit ausgebildet werden, baß er das Pferdin allen Gängen führen, ihm alle Hilfen geben könne.Demnächst geht man erst zum Fahren über.