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2 (1824) Zweiter Theil / von W. von Grevenitz
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in Betracht ziehen, welche bei diesem Hindernisse verlorengeht, so berechnen wir den Raum und die Zeit, welchedas 30. Fahrzeug von O. nach L. und l>l. zu durchlau-fen hat, und finden, daß nach Verlauf von 33 Minutendas 30 sie Fahrzeug sich von in Marsch setzt und dieMarschkolonne ?. wiederum gebildet ist. Da nunohne diese Hindernisse 16 Minuten erforderlich gewesenwären, so hat die Ueberwindung derselben 17 MinutenZeit erfordert, ohne irgend eine Stockung in her Marsch-kolonne veranlaßt zu haben, welche unausbleiblich und biszur Ermüdung anstrengend für die Pferde hatte werdenmüssen, wenn man es versäumte, die Marschkolonne durchAufmarschiren zu verkürzen. Es wird dann der Artillerievon den ihr folgenden Truppen kein Vorwurf gemachtwerden können, als veranlasse sie Stockungen für dieselben.Es versteht sich von selbst, daß diese nach und nach aus-schließen und wie die Artillerie verfahren; denn auch siekönnen nicht die in der Ebene gewöhnliche Geschwindigkeitdes Reisemarschcs beibehalten. Ist nun daS Hindernißnicht groß, so kann es auch nicht auf alle Abtheilungender Kolonne einwirken, sondern sie werden immer inVerbindung bleiben.

Je mehr nun aber dergleichen Hindernisse bei einemTagemarsch sich vorfinden, und eine bestimmte Zeit zumUeberwinden erfordern, desto mehr wird sich auch die Dauerdes Marsches nothwendig verlängern. Dem kommandircn-den Offiziere der Artillerie eines Armeekorps darf die Na-tur des Landes, durch welche der Marsch geht, nicht un-bekannt seyn; er muß sich davon in Kenntniß setzen, selbstdie Wege, die Hindernisse besichtigen, schnell übersehen, woetwa noch durch andere Hilfsmittel vorgearbeitet werdenmüsse, und nicht mit dem Hauptquartiere, sondernmit der Avantgarde marschiern, damit er das Erdreichvorher kennen lerne, auf welchem das Heer sich zu schla-gen Veranlassung erhalten könnte; so wie er dem komman-