Die Mineralkörper.
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1» Das rhombische System mit drei Aren, welche sämmtlich un-gleichartig und unter einander rechtwinkelig geneigt sind. Die zu ibm ge-hörigen Farmen sind der Rhombcnachtflä ebner mit seinen Ableitungen.
5» Das monoklinoedrische Svstem mit drei Aren; zwei derselbenschneiden sich in einem schiefen Winkel, sind aber beide gegen die dritterechtwinkelig geneigt, eine der beiden schiefen Aren bildet die Hanptarc.Dieses System ist dem rhombischen ziemlich ähnlich. Zu ihm gehört deroben unter 4) genannte Achtflächner.
6» Das triklin vedrisch e System. Seine Formen charakterisiernsich dadurch, daß ihre drei Aren sämmtlich ungleichartig und unter einanderschiefwinkelig geneigt sind, von denen eine beliebige zur Hanptarc gewähltwerden kaun.
Sehr oft kommt es vor, daß zwei gleichgestaltete Krystalle nach einembestimmten Gesetz mit einander verbunden sind und zwar entweder durchZusammenwachsung (Verwachsung) oder ZusammenHäufung vonAußen. Erstere sind eine regelmäßige Verbindung zweier oder mehrererKrvstallc, welche einander nach verschiedenen Richtungen dnrchdringen undDurchwachsungszwillinge genannt werden. Die Fläche, in welcherdie Verwachsung statt findet, heißt Zusammen setz ungs fläche. Letz-tere heißen Contactzwillinge; bei ihnen ist die Zusammenhäufungmehrerer Krystalle entweder unregelmäßig oder es bilden sich besondere Zu-sammcnhäufungsgestaltcn, z. B. knospen-, Pyramiden-, stangen-, büschel-förmige n. s. w. Die Kanten und Ecken, in welchen die Flächen der bei-den Individuen zusammentreffen, werden Zwillingskantcn und Zwil-lingsecken genannt.
Die Krystalle kommen entweder lvse oder frei oder eingewachsen,wenn sie in eine andere Masse wie eingekittet sind, oder endlich aufge-wachsen, wenn sie auf einem Fossil aufsitzen, vor. Alle haben die Eigen-schaft, sich nach gewissen Richtungen hin leichter spalten zu lassen, als nachandern, welcher Umstand bei Bearbeitung der Edelsteine nicht zu übersehenist. Die Spaltnngsrichtungen der Krystalle nennt man auch Blätter-burchgänge, weil jeder Krystall aus dünnen, nach gewissen Richtungenhin sich durchkreuzenden Blättern zu bestehen scheint.
Kommt ein Mineral, ohne daß es eine Spur vou Krystallisation zeigt,also amorph ist, in größeren Massen vor, so sagt man, es sei derb; zeigtes sich in kleineren Theilen zerstreut und gleichsam eingcknctet in einemandern, so nennt man es eingesprengt, angeflogen aber, wenn es