20
Nmleituiig.
ti Kapsclfrückte, d. h. solche, wo die Fruchtschale trocken wirdund sich bei der Reife auf eine bestimmte Weise öffnet und ihren Samenentläßt. Die Art dieses Aufspringens bedingt wiederum die verschiedenenFormen der Kapselfrucht; dieselbe öffnet sich entweder vertikal oder horizon-tal; in letzterem Falle bildet der obere Theil gewissermaßen einen Deckelund man nennt diese Form die umschnittenc Kapsel, im ersteren Falle zer-fällt die Frucht in mehr oder weniger getrennte Stücke, die man Klappennennt. Lösen sich diese Klappen ganz von den Scheidewänden der Fruchtab, so spricht man von einem Aufspringen mit Ablösen von den Scheide-wänden; spalten sich dagegen die Scheidewände in zwei Lamellen und tren-nen sich die Fächer anf diese Weise von einander, so spricht man von einemAufspringen mit Theilung der Scheidewände; bleiben endlich die Scheide-wände nngetbeilt anf der Mitte jeder Klappe haften, während der äußereUmkreis jedes Fruchtfaches in seiner Mitte aufreißt, so spricht man voneinem Aufspringen mit Theilung der Fruchtfäcker.
2l Spaltsr lichte, wo die Frucht in mehrere Theile (Thcilfrüchtchen >zerfällt, was entweder in horizontaler oder vertikaler Richtung stattfindet.
3) Die Steinbeeren, wo die inner» Schichten des Fruchtknoten-parcnchvms holzig geworden, die äußern fleischig oder lederartig gebliebenfind, z. B. Pfirsich, Aprikose n. s. w.
4i Die ächte Beere, wo der innere Theil des Fruchtknotens fleischigoder saftig geworden, während die äußern Theile ein derberes Gewebebesitzen.
5) Die Schließ frucht ist meistens einfächerig und einsamig mitdünner trockener Frnchtschale, die niemals aufspringt.
Der Same ist die nach ihrer Befruchtung zur Reife gelangte Sa-menknospe; man unterscheidet:
«) die Samenschale, welche aus den Knospcnbüllen entstanden ist,woran bisweilen auch ein Uebcrrest des frühem Knospenkernes theilnehmenkann; bleibt dieser Rest des Kernes für sich erkennbar, so nennt man ihn/S) äußeres Sameneiweiß, zum Unterschied von^i dem innern Sameneiweiß, dem im Innern des Gmbrvosackesentstandenen Zellgewebe, welches im Allgemeinen
cki Sameneiweiß genannt wird, womit aber beide Arten des Sa-meneiwcißes bezeichnet werden.
ei Den Kcimling oder Embrvo, den wesentlichsten Theil des Sa-mens, die Grundlage der neuen Pflanze. Die Lage des Samens zur Frucht