I. Abkbeiliiiig. Das Pflanzenreich.
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an. Die zwischen diesen beiden Punkten liegenden Grade zeigen die ver-schiedene Stärke des Branntweins an. Das Carlier'sche Alkoholomcter»st dein Beaumü'schen ähnlich, nur steht es beim Eintauchen in reinesWasser aus V, in absolutem Alkohol auf 39. In Deutschland find die Al-koholometer von Tralles und Richter die gewöhnlichen; es sind Procent-alkoholomcter, d. h. sie geben durch die Zahl, bis zu welcher sie einsinken,an, wie viel der untersuchte Branntwein in 2VV Theilen reinen Alkoholenthält. Das Richter'schc ist nicht ganz genau und giebt Gcwichtsprv-cente an, während das von Tralles Volumenprocente zeigt.
Aufbewahrung. Dieselbe muß in Flaschen oder Fässern, welchedicht verschlossen seyn müssen, damit derselbe nicht verflüchtigt, geschehen;doch ist dies nicht zu vermeiden und es geht nach und nach immer etwasverloren. Vortheilhaft soll es übrigens seyn, wenn man die Fässer etwasschräg legt, so daß der Branntwein dicht an den Spund zu liegen kommt,welch letzterer so fest seyn muß, daß die Flüssigkeit nicht hindurchdringenkann. An reinlichen kühlen Orten auf guten Fässern lagernd, verbessertsich der Branntwein fortwährend durch das Alter, so daß er nach einemZeitraum von mehreren Jahren sogar gutem Rum an die Seite gesetztwerden kann.
Nutzen und Gebrauch ist bekannt.
Handel u. s. w. s. u.
Eingangsabgabe.
Im Zollverein: 8 Thlr. oder 14 Gld. rheiu.
In Oesterreich: 7 Gld. 30 Kr.
Im Steuerverein: von 4 Tblrn. 4 gGr. bis zu 80grädigein zu8 Thlr. 8 gGr.
Kranzbranntwein,
Weinbranntwcin, Rheinischer Branntwein, wird durch Destil-lation des Weines in Frankreich und Spanien, auch am Rhein gewonnenund bildet ein sehr beliebtes Getränk.
Bereitungsweise. Man keltert den Wein aus gewöhnliche Weise,läßt den Most gähren und destillirt die gegohrcne Flüssigkeit. Als Mate-rial dazu benutzt man die geringeren Weine und es bildet die Fabrikationdesselben einen wirbligen Industriezweig Frankreichs, welches namentlich