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Extractum Opii. — Extractum Ratanhae.
Aus 28 Unzen selbstgemahlener Krähenaugen erhielt ich durch zwei Aus-züge mit 34 und 23 Unzen Spiritus 1 Unze und 2 Scrupel steifes Extract; einedritte Digestion mit 20 Unzen Spiritus gab noch 6 Drachmen 2 Scrupel Extract.Man ersieht daraus, dass die Samen durch zwei und wahrscheinlich auch durchdrei Auszüge noch lange nicht erschöpft sind. Da aber möglicher Weise diewirksamsten Bestandtheile in den zwei ersten Auszügen enthalten sind, so kannes nicht zugelassen werden, von der Vorschrift der Pharmacopoe abzuweichen.Erst müssen therapeutische Versuche dieses aufklären und das Resultat dieserVersuche muss bei Abfassung der Pharmacopoe berücksichtigt worden sein.
Extractum Opii. Opmmertract.
Nimm: Opium, in dünne Scheiben zerschnitten, vier Unzen,giesse darauf
destillirtes Wasser sechszehn Unzen.
Es soll, unter öfterem Umrühren, 24 Stunden kalt stehen, dannmit der Presse ausgepresst und colirt werden. Auf den Rest giessenoch einmal
zwölf Unzen destillirtes Wasser,lasse es noch einmal über Tag und Nacht stehen, dann presse wie-der mit der Presse aus und colire.
Die durch Absetzen geklärten Flüssigkeiten sollen filtrirt wer-den, und im Dampfbade bei 40 bis 48° R. (50 bis 60° C.), unterbeständigem Umrühren, zur Extractdicke verdampfen. Das Extractsoll bei gelinder Wärme ausgetrocknet und in Pulver verwandeltwerden, welches sorgfältig aufzubewahren ist.
Es sei ein rothbraunes Pulver, von trüber Lösung in Wasser.
Das wässerige Opiumextract enthält den ganzen Gehalt des Opiums anMorphiumsalzen, dagegen sehr wenig Narcotin. Die Bereitung nach obiger Vor-schrift hat keine Schwierigkeiten und bedarf keiner Erläuterung. Aus G Unzengutem smyrnaer Opium wurden 3 Unzen 2 Drachmen, also 54 Procent ganztrockenes Extract erhalten.
Extractum Ratanhae. Ratanlnaertract.
Es soll aus der Ratanhiawurzel wie das Extractum Casca-rillae bereitet werden, nur dass es an einem warmen Orte aus-getrocknet werden soll.
Es sei ein glänzendes Pulver, von dunkelrother Farbe, von braunrother,trüber Lösung in Wasser.
Die Ratanhiawurzel hat eine schwarzrothe, harzige, sehr spröde Rinde, undeinen hellrothen, zähen, faserigen, sehr harten Heizkörper. Sie ist sehr schwelzu verkleinern. Man muss sie mit dem Schneidemesser klein schneiden unddann Stössen oder schroten. Im unverkleinerten Zustande lässt sie sich nichtStössen. Die äussere Rinde springt beim Stössen ab.