434 Glandes Quercus. — Glandes Quercus tostae.
Die Gallapfel entstehen durch den Biss der Gallwespe auf den Blattstielender in Kleinasien einheimischen Färbereiche; ausserdem findet sie sich noch aufder Quercus Cerris , Q. Aegilops und Esculus. Es sind die durch den Stich desgenannten Insectes bewirkten Erweiterungen der Drusen des Zellgewebes, indenen sich die Gerbesäure vorzugsweise absetzt. Vegetabilische Faser undStruc-tur ist nicht daran zu bemerken. An den grösseren bemerkt man Löcher. Wennman die Gallapfel zerschlägt, so bemerkt man an ihnen bräunliche oder gelblich-bräunliche, concentrische Ringe, im Mittelpunkte eine mehr oder weniger grosseHöhle, in welcher man, wenn sie die Grösse einer Linse erreicht hat, häufig dieGallwespe findet. Geruch fehlt ganz, der Geschmack ist stark zusammenziehend,unangenehm bitter.
Die besten Gallapfel sind die Aleppischen, welche aus Aleppo und Smymakommen. Sie sind dunkel von Farbe. Die lichten und weissen Gallapfel sindschlechter und schwach. Die deutschen Gallapfel, Knoppern genannt, könnennicht an ihre Stelle gesetzt werden. Die in neuerer Zeit in den Handel gebrach-ten chinesischen Gallapfel können nicht zur Tanninbereitung gebraucht werden.
Glandes Quercus. Eicheln.
Quercus Robur und Quercus pedunculafa Willdenow. Amentacem
Cupuliferae.
Die reifen Früchte ohne die Näpfchen.
Es hiesse Eulen nach Athen tragen, wollte man in Deutschland die Eichelnbeschreiben. Es genügt sie zu nennen. Der eigentliche Samen der Eichel be-steht aus den zwei leicht trennbaren Samenlappen. Sie enthalten gemeinen Gerbe-stoff und viel Stärkemehl als Hauptbestandtheile. Sie werden nur zum folgen-den Gegenstände gebraucht.
Glandes Quercus tostae. Eichelkaffee. Geröstete Eicheln.
Die von den Fruchthüllen befreiten Eichel n sollen in einereisernen Trommel, die über Feuer um ihre Achse gedreht wird, ge-röstet werden, bis sie eine braune Farbe angenommen haben. Wennsie erkaltet sind, stosse man sie zu grobem Pulver.
Die zum Rösten bestimmten Eicheln müssen erst gereinigt werden.
Man kauft die Eicheln entweder frisch oder getrocknet, in beiden Fällenschon von der äussem dicken lederartigen Fruchthülle befreit. Die dünne Hauthastet an vielen Eicheln noch fest. Sie muss durch starkes Schütteln und Ab-schlagen auf einer Mulde davon befreit werden, da diese Hülle sich beim Kostenzu Kohle schwarz brennt, und den gemahlenen Kaffee grau macht. Die frischenEicheln geben 55 bis 56 Procent lufttrockene
Das Rösten kaun auf zweierlei Weise geschehen, in einer Trommel odereiner offenen eisernen Pfanne. Das Drehen der Trommel bewegt die Eichengleichförmiger und giebt deshalb efn gleichmässiger geröstetes Product. Ein