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Commentar zur Preussischen Pharmacopoe : nebst Uebersetzung des Textes : für Apotheker, Aerzte und Medicinal-Beamte / nach der sechsten Auflage der Pharmacopoea Borussica bearbeitet von Friedrich Mohr
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Indicum.

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Indicum. Indigo, Jndig.

Indiqofera tinctoria Linn., so wie auch Indigofera Anil Linn. undeinige andere Species. Leguminosae Papüionaceae.

Eine feste, leichte, zerreibliche, dunkelblaue Masse, mit demNagel gerieben kupferroth schimmernd, in concentrirter Schwefel-säure mit blauer Farbe löslich. Es wird aus den oben genanntenPflanzen durch eine Fäulniss bereitet und vorzüglich aus West-indien zugeführt. Der Guatimalaindig ist der beste.

Die Anwendung des Indigs in der Pharmacie ist so gering, dass wir unskaum berechtigt halten, deswegen in den Detail der chemischen Verhältnissedieses Stoffes einzugehen. Die Litteratur darüber ist zu einer bedeutenden Masseangewachsen und muss den chemischen Lehrbüchern überlassen werden. EineReindarstellung dieses Körpers ist nicht möglich, und es bleibt dem Pharma-ceuten nur überlassen, die beste Waare aus dem Handel zu beziehen.

Der Indig ist stickstoffhaltig, lässt sich zum Theil sublimiren und ist inconcentrirter Schwefelsäure löslich. Diese Eigenschaft kommt jedoch bei dempharmaceutischen Gebrauche, wobei er nur als Pulver verwendet wird, nichtzur Sprache.

Ende des ersten Bandes.