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Commentar zur Preussischen Pharmacopoe : nebst Uebersetzung des Textes : für Apotheker, Aerzte und Medicinal-Beamte / nach der sechsten Auflage der Pharmacopoea Borussica bearbeitet von Friedrich Mohr
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Liquor Ammoniaci succinici.

Die Theorie der Ammoniakbereitung ist sehr einfach. Der Salmiak wridentweder als chlorwasserstoffsaures Ammoniak oder als Chlorammonium ange-sehen. Im ersten Falle ist das Ammoniak ein basischer Körper, der durch einenanderen stärkeren und feuerbeständigeren basischen Körper deplacirt wird. Derchlorwasserstoffsaure Kalk zerf ällt durch Erhitzung in Chlorcalcium und Wasser.

Sieht man den Salmiak analog dem Kochsalze als Chlorammonium an, wo-rin das Ammonium NH, ist, so verbindet sich das Chlor mit dem Calcium zuChlorcalcium, der Sauerstoff des Kalkes mit 1 At. Wasserstoff von jenen vierenzu Wasser, und NH 3 wird ausgetrieben.

Das Ammoniak ist ein Bestandtheil unserer Erde. Es ist vor der Pflan-zen- und Thierwelt dagewesen, indem es für diese eine Bedingung der Existenzist. Es ist in der Lust, im Meerwasser, in der Dammerde und den meistenfesten Mineralien enthalten.

Durch das Leben der Thiere und Pflanzen wird das Stockcapital an Am-moniak weder vermehrt noch vermindert, indem durch die Fäulniss der Thiereder ganze Stickstoffgehalt, welcher von dem durch die Pflanzen assimilirtenAmmoniak der Erde herrührt, wieder als Ammoniak der Lust und Erde zurückge-führt wird. Wir können kein Ammoniak aus unverbundenem Stickstoff erzeugen.

Das Ammoniak besteht aus 1 At. Stickstoff und 3 At. Wasserstoff, hatalso die Formel HN 3 und das Atomgewicht 17. Dieses Gewicht ist das Aequi-valent von 1 At. irgend eines basischen Oxydes. Auf nassem Wege kann dasAmmoniak viele schwache Oxyde fällen, wegen seiner Flüchtigkeit aber wirdes in der Hitze von allen Oxyden ausgetrieben, und wenn die Temperatur zuhoch ist, bei der dies geschieht, zugleich in seine Elemente zerlegt.

Seine Anwendung in der Pharmacie ist sehr vielfältig. Als äusserlichesMittel macht es einen Bestandtheil des flüchtigen Linimentes, des Opodeldoksund anderer Salben aus. Viele Salze desselben sind officinell, wie das Salz-säure, kohlensaure, essigsadre, bernsteinsaure. Im Laboratorium dient es häufigzum Neutralismen und Fällen.

Liquor Ammonii caustici. Rp. Calcariae nstae, Am-monii hydr ochlorati aa. Libras tres, in fi'ustula minora diff-racta ingere in vas destillatonum eferrofuso confectum. Huic adapteturope tubi wtrei vel plumbei lagena intermedia lavatorüi, librarum duarwmcapax, cui insit Aquae communis Libra dimidia; huic lagenaeadaptetur ope tubi vitrei vas absorptorium librarum decem capax, cuiinsint Aquae destillatae Librae sex. Juncturis rite clausis invas destillatonum per tubum dictiern secuntatis ingerantur Aquae com-munis Librae tres, quo facto gas ammoniacum sponte evolvi initiumfachet. Quod si fere cessaverit, igne supposito operatio promoveatur, do-nec sub finem nonnisi vapores aquei emergant. Liqiddum in vase ab-sorptorio obtentum Aqua destillata ad pondus specif. 0,96 diluatur.

Liquor Ammoniaci succinici.Bernsteinsaure Ammoniakflüsstgkeit.

Liquor Ammonii succinici. Spiritus Cornu Cervi succinatus. Liquor

Succinatis ammonici.

Nimm: Gepulverte Bernsteinsaure eine Unze,