Generalquarti'ermeister - Stab.
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Generalquartiermeister - Stab.
Schon im 30jährigen Kriege verrichtelrn Generale (Joh. Adolph v.Starzhausen 1620, L. R. D. Hallart 1691 GQMstrLt) Generalquartier-meisters-Dienste, damals mehr für die Berwaltung. Obwohl im 'jähri-gen Kriege eigene Generalquartiermeister bestanden, wurden für den Dienstim Kriege doch größtentheils nur Linien - Offiziere verwendet. Erst 1789gestaltete General Thompson Graf v. Rumford einen General-Stab, durchdie kriegerischen Zeitverhältniffe nach Bedürfniß zunehmend, dessen Chef1799 der Oberst, nachmalige General der Artillerie Graf von Triva, und1820 der GLt, später GdJ. und GQMstr v. Raglovich wurde. Unterihm erhielt >822 das nun „Generalquartiermeister-Stab" benannte Corpseine umfassende Organisation, vermag welcher demselben das i. I. 1816mit dem Ingenieur-Corps der Reserve-Armee verbundene und dem k.Staatsministerium der Armee untergestellte topographische Bureau unter-geordnet wurde. Seit dem 31. Jänner >829 ist demselben das Haupt-Conservatorium der Armee gleichfalls untergeordnet. Die gegenwärtige For-mation erhielt der Generalquartiermeister-Stab den 3. März 1826, undfür das topographische Büreau wurde den 2b. August 1840 eine neueFormation gegeben.
Uniform und Bewaffnung. Rock von kornblauem Tuche, Kra-gen und Aermel - Aufschläge von dunkelblauem Sammet, scharlachrothemVorstoße und Unterfutter; weiße Knöpfe; silberne Achselschnüre, auf demKragen die jedem Grade zukommende Auszeichnung von Silberstickerey oderBorten; die Generale die Silberstickerey auch zwischen den Taille-Knöpfen;auf den Aermelaufschlägen die zwei Knöpfe mit silbernen Litzen; blautüchenemit scharlachrothem Vorstoße, und, nach der Jahreszeit, weiße Pantalons,Stiefel mit stählernen Anschraubsporen; bey Hoffesten aber enge, weißtücheneBeinkleider in hohen Stiefeln mit stählernen Anschnallsporen. Hüte mitBouillonsquasten von Silber und hellblauer Seide, silberner Sternschleife,weiß und blauem Hahnenfederbusche. Den Offizierssäbel der leichten Ca-valerie mit Portepee, bei Hoffesten Degen; Säbelkuppeln von Silberbor-ten, mit Streifen von hellblauer Seide durchweht und mit rothem Ledergefüttert. Pistolen. Als Dienstzeichen Schärpen von Silberfaden, mithellblauer Seide durchwetzt, um den Leib.
Pferderüstung. Reitzcuge wie die Generale, jedoch mit den Abän-derungen, daß das Kopfgestell an dem Stirnbande und der Stange keinePlatten führt, und bei den Oberoffizieren auch noch die Panzerketten aufdem Stirn- und Rasenbande wegbleiben, ferner die Chabraquen von korn-blauem Tuche sind, und die der Stabsoffiziere eine ‘ 2 .\ Zoll breite silberneEinsassungsborte und eine gekröntes 4T in den Hintern Ecken, die der Ober-offiziere eine 1£ Zoll breite Borte haben.
General-Quartiermeister.
Baur, Carl von, GM. 28. Oct. I83ss^t^rc:
Gen e?äl- Lie Uten ant.
Poccî, FabriziuS Gr., Erc. II. Febr 1824. rc. rc.
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