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Kalihydrat.
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gebranntem Kalk mit seiner 3fachen Menge warmem Wasser undHinstellen in einem bedeckten Gefäfse, bis er zu einer zarten Massezergangen ist, erhalten; nach jedesmaligem Zufiigen von Kalkbreikocht man einige Minuten, damit sich der kohlensaure Kalk ver-dichtet und gut absetzt. Ist aller Kalk hinzugefügt, so kocht manbei bedecktem Kessel noch 1 / Ji . Stunde, lässt, die Kalkmasse sichsetzen, und zieht die Aetzlauge, welche, in Salzsäure gegossen, nichtmehr brausen und das Kalkwasser nicht oder sehr wenig trüben darf(sonst ist noch längeres Kochen und vielleicht Zusatz von noch etwas Kalk-milch erforderlich), mittelst eines mit Wasser gefüllten Schenkelhebersin verschliefsbare Flaschen ab. Der Rückstand wird noch 1- bis2-mal mit kleineren Mengen von Wasser, jedesmal V 2 Stunde gekocht,und durch Subsidircn und Decanthiren vom Kali betreit. In denFlaschen setzt sich noch der Rest des Kalkes ab; die hiervon de-canthirte Flüssigkeit wird zuerst in bedeckten eisernen Kesseln rascheingekocht, falls sie sich getrübt hat, noch einmal in verschlossenenFlaschen subsidirt und decantliirt, und endlich in einer Silberschalerasch eingekocht, bis das zurückbleibende ölige Hydrat als Ganzesin weifsen Nebeln zu verdampfen beginnt, vgl. Mona (Amu Pharm.23, 338).
Bringt man nicht zuvor gelöschten Kalk., sondern gepulverten gebranntenKalk in die Lösung des Kohlensäuren Kali’s, so vertheilt er sich nicht gehörig,der gröfsere Theil bleibt unwirksam, es ist daher eine viel größere MengeKalk nöthig, um alle Kohlensäure zu entziehen, und hierdurch wird die Schei-dung der Lauge vom Kalkniederschlag sehr erschwert. — Bei zu wenig Wasserwird dem Kali die Kohlensäure unvollständig entzogen, bei blofs 4 Th. Wasserauf 1 Th. kohlensaures Kali gar nicht mehr; umgekehrt entzieht concentrirteAetzlauge dem kohlensauren Kalk die Säure. Likvig [4. A. I, 124). Ist 1 Th.kohlensaures Kali in 4 Th. Wasser gelöst, so entzieht ihm das Kalkhydratbeim Kochen blofs 5 / 4 , der Kohlensäure; bei 5 Tb. Wasser 2ü ' 2t , bei 8 Th. fastalle. Watson {Phil. Mach J. 3, 314). Bei 10 Th. Wasser auf 1 Th. kohlen-saures Kali entzieht ihm der Kalk die Kohlensäure noch nicht vollständig, da-gegen bei 50 Th. Wasser. Mitsciikki.ich (Lehrh. 2, 15). — Man kann zwarauch bei gewöhnlicher Temperatur den Kalk mit der Lösung des kohlensaurenKali's in verschlossenen Gefäfseu Zusammenhängen; aber in diesem lalle er-folgt die Zersetzung langsamer und erfordert öfteres Schütteln, und der sichbildende kohlensaure Kalk bleibt lockerer und erschwert das Decanthiren.Auch ist zu beachten, dass das meiste kohlensaure Kali Kieselerde beigemischtenthält; hei hinreichendem Kochen, nicht in der Kälte, wird dieselbe voll-ständig gefällt, indem sie mit dem überschüssigen Kalk und mH Kali eineunlösliche Verbindung erzeugt; eben so verhält es sich mit etwa vorhandenerAlaunerde. vgl. Brciioi./, ( Taachenb . 1812, 150), Döbkrkin'Kh [Schw. 10,113). — Das Decanthiren der Lauge ist dem Durchseihen durch einen SpiW-beutel von gebleichter Leinwand vorzuziehen, weil die Lauge aus dem Leinen«‘"derartige Materie auszieht und sich gelb färbt, und weil hierbei der Luft-zutritt weniger abgeleitet] werden kann. — Da die Kalilauge die Kohlensäureder Luft höchst begierig aufniiumt, so darf sie [13] der Luft nur so wenig alsmöglich dargeboten werden. Während des Abdampfens zieht sie immer wiederetwas Kohlensäure an, wofern dieses nicht in einer silbernen Blase mit Helmvorgenoinmen wird. Der gröfsere Theil des lieigemisclxten kohlensaurenKali’s scheidet sich nach dem Einkochen der Aetzlauge bis zur Oeldicke infesten, aufscliwiinnienden Theilchen ab, die sich mit der Spatel abheben lassen.— Wendet man als kolilensaures Kali gemeine oder gereinigte Pottasche an,so geht das darin enthaltene Chlorkaliuni und schwefelsaure Kali in das Kali-liydrat über. Dm daher reines Kalihydrat zu erhalten, ist reines kohlensauresKali nöthig.