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Natrium.
[114.115]
Fluorsiliciumnatrium mit 112 trocknem kohiensauren Natron und etwasWasser zu einem dünnen Brei, kocht diesen so lange, als noch Auf-brausen stattfindet, zerreibt den zu einem Klumpen erhärteten Brei zuPulver, kocht dieses mit Wasser, bis alles Aufbrausen aufhört und süfstdas Ungelöste wiederholt mit kochendem Wasser aus, so lange sich nochFluornatrium auflöst. Durch diese Methode wird das Gelatiniren der Kieselerdeverhindert; das Fluornatrium würde wegen seiner schwierigen Löslichkeit nic^wohl aus der Kieselgailerte ausgezogen werden können, und ein Theil der Kie-selgallerte würde sich in Wasser lösen und das Salz verunreinigen. Man dampf!
die Flüssigkeit ab, bis sie, von in Wasser gelöst gewesener, sich ab'scheidender Kieselerde, zu opalisiren anfängt, giefst sie dann von denschon erzeugten Krystallen von Fluornatrium ab, dampft sie für sich ahund glüht, um die Kieselerde unauflöslich zu machen, wobei sich Fluor'siliciumgas entwickelt, wenn die Mutterlauge unzersetztes Fluor-Silicium'natrium enthält, welches durch Glühen mit kohlensaurem Ammoniak inbedecktem Tiegel noch vollständiger entfernt wird. Hierauf wird gelost,filtrirt und krystallisirt. Alle diese Operationen siud nicht in Glasgefäfschjwelche angegriffen W’erden, sondern in Metallgefäfsen vorzunehmen. BeRZELH-®’
Bald wasserhelle, bald opalisirende, oft perlglänzende Würfel undOktaeder; in der Hitze verknisternd, erst über dem Schmelzpuncte desGlases schmelzend; weniger scharf schmeckend, als Fluorkaliuni*Schmilzt mit Kieselerde noch [115] unter seinem Schmelzpuncte z“'sammen ohne Zersetzung; beim Auflösen in Wasser bleibt die Kiese*'erde wieder zurück. Löst sich sehr langsam in kaltem Wasser (nachH. Rose unter schwacher Kälteerzeugung); 23 Th. Wasser lösen b e j16° langsam höchstens 1 Th. Fluornatrium, und in der Hitze auch nichtmehr. Die Auflösung liefert beim Abdampfen wieder Krystalle vonFluornatrium, oft unter Lichtentwicklung. Weingeist nimmt sehr wenigdavon auf. Berzeuus (Jogg. 1,13D- Vgi. Gay-Lussac u. Thenard {l le 'cherch. 2, 21).
Berechnung nach Berzeuus.Na 23,2 55,37
F 18,7 44,63
NaF 41,9 100,00
B. Flusssaures Fluornatrium. — Man lässt, mit wässrig erFlusssäure übersättigtes Fluornatrium an der Luft freiwillig verdunsten*— Farblose, kleine rhomboedrische Krystalle, von scharfem, rein sau-rem Geschmack. Sie enthalten kein Wasser. Sie entwickeln in defHitze, weifswerdend und die Krystallform beibehaltend, wasserfreiFlusssäure, 68,1 Proc. Fluornatrium zurücklassend; mit der ßfacheöMenge Bleioxyd geglüht, entwickeln sie 14,4 Proc. Wasser. Zieinli 11schwer in kaltem Wasser, leichter in heifsem löslich (als doppelt-flu sS 'saures Natron ), beim Erkalten wieder anschiefsend. BebzeH 1 ®'
iPogg. 1,13). Krystallisirt. Berzeuus.
NaF
HF
41,9
19,7
68,02
31,98
NaF,HF 61,6C. Fluor - Boronnatrium.
Flussboraxsäure. Schiefst beim
68,1
31,9
100,00 100,0— Man vereinigt Fluornatrium nhlangsamen Erkalten der wässrig^