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Ueber chlor saurer Baryt.
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^ le Lösung rasch verdampft und, wenn eine Haut auf der Oberfläche^scheint, in den luftleeren Raum stellt. Wenn die Lösung langsam^dunstet, werden zuerst Krystalle von chlorsaurem Baryt erhalten,s Päter setzt die Mutterlauge eine beträchtliche Menge unzersetzteschlorigsaures Salz ab. — Bei 235° wird das Salz zersetzt, indem es ineiIi Gemenge von Chlorbaryum und chlorsauren Baryt zerlegt wird.
BaO
C103
Berechnung.76,6 56,32
59,4 43,G8
Mjllon.
55,95
44,04
BaO,CIO 3 136,0 100,00 100,00
Kohlensaurer Baryt wird durch chlorige Säure nicht zersetzt. W~lD. Chlorsaurer Baryt. — 1. Man sättigt wässrige Chlorsäure“dreh Barytwasser oder kohlensauren Baryt. — a. Wheelkr {Arm. chim.™.'/s. 7, 74) mischt eine heifse Lösung des chlorsauren Kali’s mit Kieselfluss-5? Ire, so dass diese ein wenig vorwaltet (was sich daran erkennen lässt, dassaie Flüssigkeit mit Ammoniak noch einen Niederschlag von Kieselerde erzeugt);ei "hitzt das Gemisch einige Minuten gelinde, wo das Fluor-Siliciumkalium gallert-ig niederfällt; filtrirt hierauf, sättigt die Flüssigkeit, welche Chlorsäure unde ' v as überschüssige Kieselflusssäure enthält, mit kohlensaurem Baryt, wo blofsj'hlorsaurer Baryt gelöst bleibt, filtrirt und dampft zur Krystallisation ab. —• Dufi.os (IV. Br. Arch. 23, 306) fügt zu der Lösung von 27 Th. chlorsauremft atron in 54 Th. Wasser die Lösung von 38 Th. Weinsäure in 38 Th. Wasser,*p e fst dieses Gemisch in die doppelte Menge von fast absolutem Weingeist, filtrirt®* c h 24 Stunden vom krystallisirten zweifach-weinsauren Natron ab, neutralisirtFlüssigkeit mit kohlensaurem Baryt, lässt den Weingeist verdunsten, filtrirt“»d dampft zum Krystaiiisiren ab. — 2. Chlorgas wird durch in warmem2 a sser gelösten und vertheilten Baryt geleitet. Aus der Flüssigkeit*ässt man den gröfsten Theil des salzsauren Baryts herauskrystallisiren'’hd entfernt dann den Rest desselben durch, in weder zu grofser, noch^ geringer Menge hinzugefügtes, phosphorsaures Silberoxyd. DieFiüsr
pSkeit darf weder durch Salzsäure, noch durch salpetersaure Silberauflösung60] getrübt werden. CHENEVIX, VaüQüELIN. Zwar lässt sich durch Zusatz vonSs 'gsäure die Wirkung des phosphorsauren Silberoxyds auf den salzsaurenyt etwas beschleunigen, es entsteht aber dann ein mit essigsaurem gemengter
j^orsaurer Baryt, der beim Erhitzen heftig verpufft. Vauquelin {Schur.
p Wasserhelle vierseitige Säulen mit bald schiefer, bald gerader^hdfläche; herb und stechend schmeckend. Vauquelin. — Das trockneentwickelt in der Hitze 39 Proc. Sauerstoffgas und lässt Chlor-
fEntwickelt bei 120° Was-Wächtkh (Ann. Pharm. 52,
“ätyum mit etwas freiem Baryt. Vauquelin.
Ser
bei 250° Sauerstoff und schmilzt über 400°
y. J- w.~| Verpufft stark mit brennbaren Stoffen) mit Schwefel beimRitzen mit grünem Lichte, Duflos zeigt, mit Vitriolöl übergossen,, v °rzüglich stark das blitzähnliche Leuchten. Chenevix, — Löst sichI? 4 Th. kaltem, in weniger heifsem Wasser auf. Chenevix. ünauflös-’ch Weingeist. Vauquelin.
BaO
CIO 5
Trocken.
76,6
75,4
50,39
49,61
Vauquelin.46 bis 4754 „ 53
Chenevix.
47,3
52,7
100,0
ö . BaO,CIO 5 152 100,00 100 100
e Krystalle halten nach Chenevix 10,8 Proc. Wasser.
, E. Ueber chlor saurer Baryt. — 1. Man sättigt wässrige Ueber-hlorsäure mit Baryt oder kohlensaurem Baryt. — 2. Man bereitet aus