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Strontium.
[164.165]
t At. Schwefelbaryum schmilzt mit 1 At. Chlorbaryum zu einem dünnenTeig, nach dem Erkalten kermesfarbig, undurchsichtig, von wenig schuppigemund glänzendem Bruche. — Bei 2 At. Schwefelbaryum erhält man einen zähenTeig, der zu einer rothbraunen undurchsichtigen dichten Masse von mattemBruch erstarrt. Berthier {Ami. Chim. Phys. 43, 302).
Durch Zusammenschmelzen von 1 At. schwefelsaurem Baryt mit 1 At. Chlor-baryum erhält man eine weifse, sehr durchscheinende Masse von schuppig blätt'rigem Bruche. — Bei 2 At. schwefelsaurem Baryt gleicht sie völlig dem salini'sehen Marmor. Berthier.
Fluorbaryum - Chlorbaryum. — Fällt nieder beim Vermische 11von salzsaurem Baryt mit flusssaurem Natron oder Kali, oder beim Fällendes in wässriger Salzsäure gelösten Fluorbaryums durch Ammoniak.Weifses Pulver, oder, durch Abdampfen der Lösung erhalten, körnigeKrystalle, beim Glühen keinen Gewichtsverlust erleidend. — Wasser,welches die Verbindung leichter löst, als das reine Fluorbaryum,bewirkt theihveise Zersetzung, indem es vorzugsweise salzsauren Barytauszieht. Berzelius {Pogg. l, 19).
[165] Berechnung. Oder:
BaCl 104 54,36 2 Ba 137,2 71,72
BaF 87,3 45,64 Cl 35,4 18,51
_ F 18,7 9,77
BaCI,BaF 191,3 100,00 191,3 100,00
Salpeter -phosphorsaurer Baryt. — Bildet sich beim Verl» 1 'sehen des salpetersauren Baryts mit phosphorsaurem Ammoniak als eingallertartiger, schwierig auszuwaschender und daher durch Auspresseövon der Flüssigkeit zu befreiender Niederschlag, welcher an kochendesWasser den salpetersauren Baryt abtritt, während der phosphorsaureZurückbleibt. BERZELIUS {Ann. Chim. Phys. 2, 162).
Fernere Verbindungen des Baryuns.
Mit Eisen, Kupfer, Quecksilber und Silber.
FÜNFTES CAPITEL.
STRONTIUM.
Hope account of a mineral from Strontian etc. Transactions of the royal Social)of Edinburgh. 4,3.
Kraproth. Crell Ann. 1793, 2, 189 und 1794, 1, 99.
Kirwan. Crell Ann. 1795, 2, 119 u. 205.
Vauqueein. Ann. Chim. 29, 270; auch Scher. J. 3, 652.
Stromeyer. Schw. 19, 229; auch Gilb. 54, 245.
Geschichte. Der 1787 bei Strontian entdeckte natürliche kohlensaure Stronti 3 **wurde anfänglich für kohlensauren Baryt gehalten; Craweords 1790 geäufser,,Vermuthung, dass dieses Fossil eine eigenthümliche Erde enthalte, wurde 1*von Hope , 1793 von Klaproth bestätigt. H. Davy stellte zuerst 1808 daradas Metall dar.