Chloriod - Chlormagniura.'
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[238.239]
[238] Döbereinfr (a. Br . Arch . 13,155). Aus der wässrigen Lösung fälltQuecksilberoxyd beim Erhitzen die Bittererde. Berzelius.
Ber-
Oder: Wenzel. Marcet. thollet.
% 12 25,32 MgO 20 42,19 43 43,99 36,5
Cl 35,4 74,68 XuO 2 27,4 57,81 57 56,01 63,5
~43)4 100,00 MgO,Mu0 2 47,4 100,00 400 100,00 100,0'
Gewässertes Chlormagnium oder sahsaure Bittererde. — DasChlormagnium erhitzt sich heftig mit Wasser. Döbereiner. — 1. Manlöst Magnesia alba in verdünnter Salzsäure und dampft ab. — 2. Mandampft die Lösung von 2 Th. Bittersalz und 1 Th. Kochsalz in 4Vz Th.Wasser auf 4 Th. ab und setzt sie einer Kälte von — 3° aus, wo Glau-bersalz anschiefst und salzsaure Bittererde gelöst bleibt. Berzelius. —Krystallisirt schwierig in Nadeln und Säulen; schmeckt bitter und scharf.
Die Krystalle fangen bei 106° an, Salzsäure zu verlieren, kommenhei 112° unvollständig, bei 119° vollständig in Fluss, Brandes ( Br . Arch .12, 195 ), und verwandeln sich unter Verlust von Wasser und Salzsäurein ein Gemenge von Bittererde und wenig Chlormagnium. H. Davy.
Die Gegenwart von Salmiak, Döbereiner, oder Chlornatrium, Ligeard ( Br .Arch. 14, 149), hindert durch die Affinität, welche diese 2 Chlorverbindungen3Um Chlormagnium haben, die Zersetzung desselben in Salzsäure und BittererdeFeim Abdampfen und stärkern Erhitzen. — Das Salz zerfliefst an der Luft,löst sich in 0,6 Th. kaltem, in 0,273 heifsem Wasser; in 5 WeingeistVon 0,90, in 2 Weingeist von 0,817 spec. Gewicht.
Krystallisirt.
Graham.
Oder:
Murray.
Mg
12
11,83
MgO
20
19,72 21,3
Cl
35,4
34,91 33,91
HCl
36,4
35,90
6 HO
54
53,26
5 HO
45
44,38
MgCl + 6Aq 101,4 100,00 MgO,HCl+5Aq 101,4 100,00
Mit der salzsauren Bittererde gibt überschüssiges Ammoniak einen weifsen,Undurchsichtigen, schleimigen, langsam niederfallenden Mederschlag, welchernach völligem Auswaschen noch ungefähr 1 Proc. Salzsäure hält. Berzelius.
B. Unterchlorigsaure Bitter er de. — Die Erde, in wässrigerünterchloriger Säure gelöst, liefert eine bleichende Flüssigkeit, welchehei Ueberschuss von Säure von selbst allmälig, unter Entwicklung vonSauerstoffgas und wenig Chlorgas, in chlorsaure und salzsaure Bitter-erde zerfällt, und auch bei Ueberschuss von Bittererde durch das Ver-dunsten im Vacuum zersetzt wird. Balard. — Mit salzsaurer Bittererdegemischt, erhält man die Verbindung als Chlorbittererde heim Hindurchleitenv °n Chlorgas durch in Wasser vertheilte Bittererde. Die erhaltene Lösung zeigtselbst nach y,,stündigem Kochen noch Bleichkraft. Grouvelle.
C. Chlorsäure Biltererde. — Man fügt zu kochendem wässrigenchlorsauren Kali so lange flusssaure Kiesel-Bittererde, [239] als einNiederschlag entsteht, und filtrirt. Berzelius. — Hat nach Chenevixdieselben Eigenschaften, wie der chlorsaure Kalk, und enthält nach ihm*5,7 Bittererde, 60,0 Chlorsäure und 14,3 Wasser.
D. Ueberchlorsaure Bitter er de. — Lange Säulen, zerfliesslichUnd in Weingeist löslich. Serullas.
E. Chloriod-Chlormagnium. — 1. Man zerreibt iodsaure Bitter-er de mit Salzsäure von 22° Bm. zu einem dünnen Brei, bringt diesenschnell in einen Cyiinder, der mit gelinde erwärmtem Wasser umgeben