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2 (1853) Leichte Metalle und spröde unedle schwere Metalle / von Leopold Gmelin
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Chloriod - Chlormagniura.'

221

[238.239]

[238] Döbereinfr (a. Br . Arch . 13,155). Aus der wässrigen Lösung fälltQuecksilberoxyd beim Erhitzen die Bittererde. Berzelius.

Ber-

Oder: Wenzel. Marcet. thollet.

% 12 25,32 MgO 20 42,19 43 43,99 36,5

Cl 35,4 74,68 XuO 2 27,4 57,81 57 56,01 63,5

~43)4 100,00 MgO,Mu0 2 47,4 100,00 400 100,00 100,0'

Gewässertes Chlormagnium oder sahsaure Bittererde. DasChlormagnium erhitzt sich heftig mit Wasser. Döbereiner. 1. Manlöst Magnesia alba in verdünnter Salzsäure und dampft ab. 2. Mandampft die Lösung von 2 Th. Bittersalz und 1 Th. Kochsalz in 4Vz Th.Wasser auf 4 Th. ab und setzt sie einer Kälte von 3° aus, wo Glau-bersalz anschiefst und salzsaure Bittererde gelöst bleibt. Berzelius.Krystallisirt schwierig in Nadeln und Säulen; schmeckt bitter und scharf.

Die Krystalle fangen bei 106° an, Salzsäure zu verlieren, kommenhei 112° unvollständig, bei 119° vollständig in Fluss, Brandes ( Br . Arch .12, 195 ), und verwandeln sich unter Verlust von Wasser und Salzsäurein ein Gemenge von Bittererde und wenig Chlormagnium. H. Davy.

Die Gegenwart von Salmiak, Döbereiner, oder Chlornatrium, Ligeard ( Br .Arch. 14, 149), hindert durch die Affinität, welche diese 2 Chlorverbindungen3Um Chlormagnium haben, die Zersetzung desselben in Salzsäure und BittererdeFeim Abdampfen und stärkern Erhitzen. Das Salz zerfliefst an der Luft,löst sich in 0,6 Th. kaltem, in 0,273 heifsem Wasser; in 5 WeingeistVon 0,90, in 2 Weingeist von 0,817 spec. Gewicht.

Krystallisirt.

Graham.

Oder:

Murray.

Mg

12

11,83

MgO

20

19,72 21,3

Cl

35,4

34,91 33,91

HCl

36,4

35,90

6 HO

54

53,26

5 HO

45

44,38

MgCl + 6Aq 101,4 100,00 MgO,HCl+5Aq 101,4 100,00

Mit der salzsauren Bittererde gibt überschüssiges Ammoniak einen weifsen,Undurchsichtigen, schleimigen, langsam niederfallenden Mederschlag, welchernach völligem Auswaschen noch ungefähr 1 Proc. Salzsäure hält. Berzelius.

B. Unterchlorigsaure Bitter er de. Die Erde, in wässrigerünterchloriger Säure gelöst, liefert eine bleichende Flüssigkeit, welchehei Ueberschuss von Säure von selbst allmälig, unter Entwicklung vonSauerstoffgas und wenig Chlorgas, in chlorsaure und salzsaure Bitter-erde zerfällt, und auch bei Ueberschuss von Bittererde durch das Ver-dunsten im Vacuum zersetzt wird. Balard. Mit salzsaurer Bittererdegemischt, erhält man die Verbindung als Chlorbittererde heim Hindurchleitenv °n Chlorgas durch in Wasser vertheilte Bittererde. Die erhaltene Lösung zeigtselbst nach y,,stündigem Kochen noch Bleichkraft. Grouvelle.

C. Chlorsäure Biltererde. Man fügt zu kochendem wässrigenchlorsauren Kali so lange flusssaure Kiesel-Bittererde, [239] als einNiederschlag entsteht, und filtrirt. Berzelius. Hat nach Chenevixdieselben Eigenschaften, wie der chlorsaure Kalk, und enthält nach ihm*5,7 Bittererde, 60,0 Chlorsäure und 14,3 Wasser.

D. Ueberchlorsaure Bitter er de. Lange Säulen, zerfliesslichUnd in Weingeist löslich. Serullas.

E. Chloriod-Chlormagnium. 1. Man zerreibt iodsaure Bitter-er de mit Salzsäure von 22° Bm. zu einem dünnen Brei, bringt diesenschnell in einen Cyiinder, der mit gelinde erwärmtem Wasser umgeben